Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1638636
Zweites Kapitel. 
Dic griechische Plastik. 
Geschichtliche Entwicklung. 
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lungen, wie die der llliinner und der Kentmiiweii. Man hat zu diesen Me- 
topen Künstler verwendet, die im .Kräiftige,n, Männlichen glücklicher 
waren als im Zarten, Anmuthigen, und mu-h dies würde durch Einllüsse 
illyronischer Kunst sich wohl erklären. 
Endlich ist des Frieses zu gedenken, der in einer Ausdehnung von 
522 Fuss innerhalb der den ganzen 'I'e1npel umgebenden Säulenhalle die 
Cellainauern umzog. Seine lllarniorplatten befinden sieh grösstentheils im 
britischen Museum, und da im Ganzen über 400 Fuss davon erhalten sind, 
so lässt sich über Idee und Zusammenhang der Composilion genügend 
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Parthcuonfries. 
Britisches M1 
urtheilen. Der Fries stellt den Festzug (lar, welcher am Schlusse der 
Panathenäenfeier zur Akropolis hinaufzog, um der Göttin das von athe- 
nischen Jungfrauen gewebte und gestickte Gewand, den Peplos, zu über- 
bringen. Es war das höchste Fest der Athener, ebcnsowohl von religiöser 
als politischer Bedeutung; es vereinte in dem herrlichen Zuge Alles, was 
die erste Stadt Griechenlands von Jugend, Schönheit, Adel und Ehr- 
Xviirdigkeit in sieh schloss, um der jimgfiiiulielieii Beschützerin der Stadt. 
zu huldigen. Schöner konnte der Künstler die Bestimmung des Fest-- 
tempels nicht ausprägen, als indem er an seinen Flachen die Prozession 
der Panathenäen (larstellte. Der Geist aber, in welchem er diese Auf- 
gabe auffasste und durchführte, zeugt aufs Klarste von dem hoch idealen 
Sinne des Phidias. Desshalb ordnete er an der Ostseite, als der Seite 
des Einganges, eine hehre Gütterversannnlung an, in deren Beisein die
        

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