Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1638580
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Zweites B1 
und Auxo zu erkennen, während der neben ihnen ausgestreckte Jüngling 
der Landcshcres Theseus zu sein scheint. In der linken Giebelseite ist es 
die bei Carrey fehlende, aber neuerdings glücklich wieder aufgefundene 
gellügelte Nike, welche die frohe Botschaft einer Gruppe von (lrei wun- 
derbar schönen weiblichen Gestalten überbringt. In ihnen (erkennt man 
die Kekropstöchter Pandrosos, Aglauros und IIerse. Die eine ruht leicht 
hingegossen der Schwester im Schcosst: (Fig. 50), während die dritte der 
Götterbotin zugeivendet ist. Die änssersten Ecken endlich sind in geist- 
voller Weise rechts durch den aufsteigenden Helios, links durch die hin- 
Theseus- 
Torso. 
Vom Ostgiebel des Parthcnon. 
Britisches Museum. 
absteigende Nacht mit ihren Ressgespanncil ausgefüllt, als wolle der 
iKüllStlßf sagen: mit Athenzfs Geburt schwindet die Nacht und ein neuer 
'l'ag bricht an. 
Der westliche Giebel, der bei Carrey noch fast ganz erhalten, ge- 
genwärtig aber nur in wenigen Bruchstücken vorhanden ist, zeigte in der 
Nlitte die streitenden Götter Athene und Peseiilon. Vergeblich hatte letz- 
terer durch den in den Boden gestossenen Dreizack die Salzquelle her- 
vorspringen lassen: Athene hat ihn durch Erschaffung des Oelbaums 
besiegt, und mm wenden sich nach erfolgter Entscheidung beide Götter 
wie erzürnt von einander. Poseidon eilt in zorniger Bewegung zu Seinem 
Wagen zurück, dessen Hippokampen-Gespann von seiner Gemahlin Amphi- 
trite gehalten wird. In ihrer Begleitung bemerkt man eine llieergöttin, 
vielleicht die Thetis. Auf der andern Seite eilt Athene siegesfroh ihrem 
harriznden Rossegespann zu, welches von einer schön bewegten weiblichen
        

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