Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1633173
68 
Die 
Malerei Italiens 
im 
Quattrocento. 
gegeben. Die drei letztgenannten Künstler aber 
bereits ganz dem Cinquecento angehürig, einem 
schnitte vorbehalten bleiben. 
müssen, 
späteren 
wei" 
Abl 
Die 
umbro-Ilorentinisehen 
Meister. 
Die ablehnende Haltung, Welche Siena bis zum Ende de, 
15. Iahrhunderts gegen die Horentinischen Fortschritte festhielt 
verpüanzte sich keineswegs auch auf die von Haus aus durcl 
Siena beeinüussten üstlichen Nachbarlande. Dem einen Teil v0, 
Urnbrien gelang es niimlich rechtzeitig den Sienismus abzuschüttel; 
und seine Kunst durch einsichtigen und fortschrittfähigen Anschlug 
an Florenz neu zu befruchten. Und zwar in benmrkenswerten 
Gegensatz zu der Kunst Sienas wie des übrigen Umbrien auql 
nicht im Sinne der Idealisten von Florenz, sondern vielmehr i] 
jenem der dortigen realistischen und technischen Neuerer sei 
Andrea del Castagno, Dom. Veneziano, den Peselli, Baldovinetti 
Pollajuoli und Verrocchio. 
An der Spitze dieser ernsten und hochbedeutenden umbro 
Horentinischen Gruppe steht Piero della Francesca. Pietr. 
di Benedetto dei Franceschi, wie sein eigentlicher Name lautet, 15 
in Borgo San Sepolcro wahrscheinlich 1423 geboren. In de 
alten sienesisch-umbrischen Weise vorgebildet, war er um 1431 
mit Domenico Veneziano in Berührung gekomlnen und war v0] 
diesem als Gehülfe in S. Maria Nuova zu Florenz verwende 
worden. Auf diese Weise fand seine naturalistische Anlag 
frühzeitig die entsprechendste Nahrung bei seinem Meister sc 
wohl, wie in der Umgebung jenes florentinischen Künstlerkreises 
dessen realistische, maltechnische und perspektivische Bestre]; 
ungen bereits geschildert worden sind. Einem Castagno an rüQL 
sichtslosem Wahrheitsstreben gleich, übertraf er jedoch diese 
durch die Verbindung der energischen Naturbeobachtung m5 
Sorgfalt und Reflexion. Dazu interessierten ihn in gleicher WVeiS 
perspektivische und Schattenstudien wie die Verbesserung de 
Ültechnik. Seine auf Beobachtung und Ver-stand gestellte Kunf 
entbehrte nur zu sehr des vollen Schünheitsgefühls und de 
idealen Formenläuterung, um sich über allen Kunstbetrieb jene 
Zeit zu stellen. 
Schon das früheste seiner erhaltenen Werke, das in S. Frar 
cesco zu Rimini beündliche Wandgemälde von 1451, den xvc 
seinem hl. Patron knieenden Sigismondo Pandolfo Malatesta
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.