Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632885
Das 
Italien. 
übrige 
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aus Bologna, Ferrara oder Modena, Wie seine bezeichneten 
Bilder, die wKreuzigungac in der Galeria Costabili zu Ferrara und 
das Fresko der vAnbetung der Künigea und der xKrünung Mariäx 
in S. Andrea daselbst zeigen. Dieselbe teilweise giotteske Be- 
einflussung verrät auch der Bolognese Jacopo Avanzi, von 
welchem die Kruziüxe in der Galleria. Colonna zu Rom und in 
der Pinacoteczi zu Bologna wenigstens nicht beweisen, dass er der 
später zu besprechende Veroneser Maler gleichen Namens sei, 
geringerer Kräfte, wie jacopo di Paolo, Pietro Lianori 
und Giovanni da Bologna, nicht näher zu gedenken. 
In ziemlich engem Zusammenhang mit Bologna steht Ferrara. 
Ist aber bei dem bereits genannten Cristoforo unentschieden, ob 
wir ihn als Bolognesen oder Ferraresen zu betrachten haben, so 
zeigt noch der sonst nennenswerteste Ferrarese des 14. Jahr- 
hunderts, Antonio da. Ferrara, wenigstens in dem be- 
zeichneten Madonnenbilde von 143g in S. Bernardino fuori di 
Urbino nur umbrisch-bolognesische Weise und nichts von giottesker 
Art, so dass es schwerlich begründet ist, wenn Vasari ihn einen 
Schüler des Agnolo Gaddi nennt. 
Modena gab im 14. Jahrhundert einem Maler von gutem 
Rufe, dem Tommaso da Modena den Zunamen, ohne dass 
entschieden werden künnte, ob es ihn je besessen. Denn 
Tommaso ist Wahrscheinlich ein Trevisaner und der Haupt- 
repräsentant der Kunst von Treviso in jener Zeit, wie denn 
auch die Kirchen jener Stadt und nicht die von Modena. seine 
WVerke bewahren. Dazu sind die älteren davon, wie die Heiligen- 
fresken im Kapitelsaal des Klosters S. Niccolb vom Jahre 1352 
und das Wandgemälde der xMadonna. mit Heiligem in S. Francesco 
von 1353 von der Art, dass sie eher an die venetianische 
Behandlung jener Zeit als an die bolognesische erinnern, während 
die Ursulafresken von S. Margherita, jetzt i1n Museo Civico 
zu Treviso, die Einwirkung der paduanischen Fresken Giottos 
verraten. In seinen Arbeiten im Schloss Karlstein in Bühmen, 
wohin er um 1357 gelangte, fmden sich freilich mehr sienesische 
und umbrische ais venezianische und fiorentinische Schu1eigen- 
tümlichkeiten. Jedenfalls zeigen die übrigen unbedeutenden 
Maler Modenas das gleiche bolognesische Gepräge. S0 Fra. 
Paolo da Modena und Serafino Serafini, der letztere 
mit einer Spur giottesker Einwirkung; ein dritter Zeitgenosse, 
Barnaba da. Modena, aber führt uns auf Genua. 
Von den ligurischen Malern war zunächst Bartolommeo 
da Camogli nach dem bezeichneten Madonnenbild von 1346
        

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