Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636452
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Deulschland. 
geb. 1592, gest. 1648 in Frankfurt a. M. war als direkter Schüler 
des Rubens ganz vlämischer Richtung. 
Die meisten deutschen Maler des 17.]ahrhunderts, nament- 
lich alle jene, Welche dekorative Beschäftigung fanden, blieben jedoch 
bei der italienischen Manier, und zwar der bolognesischen Mode- 
kunst. Die meisten genügt es bloss zu nennen. S0 die hauptsächlich in 
Augsburg arbeitenden Maler Matthäus Kager ans München, 
1566-1634, Matthäus Gundelach, gest. 1663, und 10h. 
Heinrich Schünfeld aus Bibrach, 1609-1675, oder die 
Nürnberger D aniel Preisler, 1627-1665, und 61655611 30h11 
] o h. Daniel P re is 1 e r, 1666-1737. Besseren Schlages war 
der Münchener Karl Loth (Carlotto), 1632-1698, welcher 
jedoch den grässten Teil seines Lebens in Venedig verbrachte 
und sich daher auch, Wie seine zahlreichen Werke in den Galerien 
zu München, Dresden, Schleissheim und Italiens zeigen, kaum 
von der gleichzeitigen italienischen Kunst unterscheidet. Ebenso 
der Bühme Karl Screta (Ssotnowsky von Zaworäicz), geb. zu 
Prag 1610, gest. daselbst 1674, welcher den zweifelhaften Ruf 
genoss, Michelangelo und Raphael, P. Veronese, Domenichino, 
Guido Reni, Lanfranco und Caravaggio täuschend nachahmen zu 
künnen. Beide hatten eine stark besuchte Schule, von welcher 
Joh. Franz Rottmayr aus Laufen, und Petel Strudel aus 
Cles in Tirol als Schüler des Loth, 10h. (Je org Heintsch 
und Joh. Peter Brandel z11s Schüler Scretas hervorgehoben 
zu werden verdienen. 
Die kleineren Kunstarten, vonwvelchen seit Anfang des 
17. jahrhunderts die Liebhaber der holliindischen Kunst wie die 
in den Niederlanden studierenden deutschen Maler Kenntnis 
hatten nehmen müssen, blieben vorerst in Deutschland wenig 
gepüegt. Das Genre zunächst hatte noch keine namhaften Ver- 
treter. Dagegen hatten sich dem an der Schwelle des Tier- 
stücks stehenden Reiterbild einige geschickte Maler gewidmet, 
von welchen Joh. Phil. Lembke, geb. 1631 zu Nürnberg, 
gest. 1713 zu Stockholm, wie Georg Phil. Rugendas, geb. 
1666 zu Augsburg, gest. daselbst 1742, sich in Rom nach ]aques 
Courtois (Bourguignon), die beiden Hamburger J. Math. Weyer, 
gest. 1690, und Math. Scheits, gest. 1700, nach Phil. Wouwer- 
mans gebildet hatten.  Bedetltender war übrigens das Herden- 
stück durch die Familie Roos vertreten. Johann Heinrich 
Roos, geb. 1631 zu Ottersberg in der Pfalz, gest. zu Fmnkfurt 
1685, war in Amsterdzun vornehmlich nach du jardin, Berchem 
und Weenix geschult und hatte dann Italien Lwereist, 11m sich
        

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