Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632765
Florenz. 
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gegangen. Seine erhaltenen Hauptwerke, die Szenen aus dem 
wLeben des hl. Benediktz in S. Miniato al Monte, die xWunderv 
des hl. Ephesus und des hl. Potituse im Campo Slanto zu Pisa. 
und die Geschichten aus dem Kriege zwischen Venedig und 
Barbarossa in der Sala di Balia. des Palazzo Pubblico zu Siena. 
Iassen in Spinello den treuesten Repräsentanten des Giottismus. 
um die Wende des Jahrhunderts erkennen. Frisch, kühn, 
energisch, von blühender Farbe, nicht selten Hüchtig, im Laufe 
der Zeit auch von sienesischen Einflüssen nicht unberührt, 
gehürt er gleichwohl weniger zu den eigentlichen Fürderern 
der Kunst als zu den begabteren Nachfolgern der gegebenen 
Richtung. 
Geringere Nachfolger der Gaddfschen Schule waren dann 
nach ihren bezeichneten 'l'afe1bi1dern Puceio di Simone, 
Matteo Pacini und Patine Buonagxrida. Ebenso dann 
Cennino Cennini, Wichtiger durch seinen vTrattato della. 
Pitturaa als durch seine Kunst, Cenni di Francesco di 
Ser Cenni und Jacopo da Firenze. Nicht viel besseres 
lässt sich auch von der jüngeren Generation der Schule sagen, 
S0 von Niccolo di Pietro Gerini und von dessen Sohn 
Lorenzo di Niccolo Gerini, noch weniger von Pietro 
Nelli und Parri Spinelli, des obengenannten Spinello Sohn, 
während wenigstens die Thätigkeit der drei Generationen der 
Bicci, Lorenzo Bicci, Bicci di Lorenzo und Neri di 
Bi c ci achtbar erscheint. 
Vorteirhafter hebt sich unter den Gaddisten ein jüngerer 
Nachfolger Agnolos ab, nämlich Don Lorenzo Monaco 
vom Kloster degli Angeli in Florenz, geb. 1370, 1'" um 1425. 
Sein einziges bezeichnetes Bild, ein Flügelaltar mit der aKränung 
Mariäa in der Mitte und 16 Engeln auf den Flügeln in der 
Badia di S. Pietro zu Cerreto, 1413- gemalt, wie auch viele 
unbezeichnete ähnlicher Art wie die xKränung Mariäz in den- 
Ufüzien zu Florenz (K1. B. 625), die Bilder der Kollegiat- 
kirche zu Empoli von 1404, des Musee Cluny in Paris von 
1408, in Monte Oliveto von Florenz von 1410 und andere 
zeigen die Schule Agnolos mit Einüüssen von Spinello d'Arezzo 
verbunden, namentlich aber auch mit Zügen von einer Innig- 
keit durchsetzt, welche an den ihm auch in der Thätigkeit 
nahestehenden Fiesole gemahnen. Zugleich lässt der fromme 
Münch durch die Zierlichkeit und Feinheit seiner Ausführungen 
stets daran denken, dass er von Haus aus Miniator War. Von 
seinen Nachf01gern verdient vielleicht Andrea da Firenze
        

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