Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636192
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Spanien. 
frühere Festigkeit einer zunehmenden Weichheit opfern, an 
Qualität cher abnehmen, wenn auch der Wandel dem senti- 
mentalen Sinne des Meisters wie der Gläubigen entsprechend 
ersclweinen mochte. Bei dem erwähnten Katharinenbild zu Cadiz 
durch einen Sturz vom Gerüst schwer verletzt, starb Murillo am 
3. April 1682. 
Die 
übrigen 
spanisehen Maler 
18. J ahrhunderts. 
des 
und 
Wenn auch die Kunst eines Velazquez und Murillo auf die 
jüngeren spanischen Zeitgenossen einen dominierenden Einfluss 
ausüben musste, so war doch der Ruf der älteren spanischen 
Meister stark genug, 11m ihnen in bescheidener Weise eine noch 
einige Zeit anhaltende Fortwirkuxlg und Schulbildurug zu ermüg- 
lichen. Einige ihrer Schüler erlangten sogar eine gewisse Bedeutung, 
Unter den letzteren steht obenan ein Schüler des Pacheco und 
des juan del Castillo, Alonso Cano, geb. 1601 in Granada, 
thätig in Sevilla, Madrid und Granada, gest. in Granada. 1667. 
Obwohl ausser stande, gegen die beiden grossen Sevillaner aufzu- 
kommen, erfreute er sich doch eines gewissen Rufes, den sein 
Idenlismus, der immer seine Anhänger hatte und hat, auch ver. 
diente. In anderer Weise brachte sich ein zweiter Granadiner 
und Schüler des Juan del Castillo, Pedro de Moya, 1610 bis 
1666, zur Geltung, indem er die Art der älteren Sevillaner dadurch 
zu beleben suchte, dass er sich noch spät in die Schule des 
Van Dyck begab.  Unter den Schülern des Herrera el viejo 
verdient dessen Sohn Francisco Herrera el mozo, 1622 bis 
1685, genannt zu werden, obwohl er dem seiner Zeit genossenen 
Ruhm nicht vüllig entspricht, denn er gehürt bereits zu jenen, 
welche die Art der Zeitgenossen manieristisch vermischten und 
verflachten. Auch von den Schülern Zurbarans ist selbst der 
beste, Antonio de] Castillo, kaum nennenswert, und des 
letztdren Schüler, der Cordovaner Iuan de Valdes Leal, 1630 
bis 1691, nur dadurch, dass cr sich schliesslich mit Erfolg der 
Murilloschen Art zuwandte. 
 Neben diesen Züglingen der Schule von Sevilla verdienen 
auch die Nachfolger der alten von Pedro de la Cuevas, 
1568-1635, gehaltenen Madrider Schule ein Wort der Erwähnung. 
Denn aus ihr sind Antonio Pereda, 15g9_r66g, der frei- 
lich von geringer Selbständigkeit war und seine venetianischen
        

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