Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1635183
Italien. 
Die 
bolognesisehe 
Sehule. 
Die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts hatte eine Schar 
von Manieristen erzeugt, die von dem reichen Erbe der grossen 
Cinquecentisten Roms zehrend, deren Kunst, welche sie sich 
kopierend angeschult, in seichter Geschicklichkeit zu verwerten 
strebten. Viele von diesen erstreckten ihre unerfreuliche Thätigkeit 
noch tief ins 17. jahrhundert hinein, Maler wie Giuseppe Cesari, 
genannt il Cavaliere d'Arpino, in hohem Alter 1640 ge- 
storben, Cristofano Roncalli, gest. 1626, Baldassare Cro ce, 
gest. 1628 und Agostino Ciampelli, gest. 1640 in Rom, 
Fabricio Santafede, gest. 1634 in Neapel, Ippolito Scar- 
sello (Scarsellino), gest. 1620 in Ferrara, Bartolomeo Cesi, 
gest. 1629 in Bologna, Lazzaro Tavarone, gest. 1641 in 
Genua, und Enea Talpino, gest. 1626, wie Ercole Procaccini 
des Älteren Sähne Camillo, gest. 1627, und Giulio Cesare 
Procaccini, gest. 1626 in Mailand. Allein noch waren die 
Kräfte vorhanden, sich gegen diese Verüauung zu erheben, und 
Wege zu suchen, aus derselben herauszukommen. Dieser Wege 
aber gab es zwei: entweder in ernster Umkehr zu den erhabenen 
Vorbildern unter mäglichster Verbindung ihrer Vorzüge und auf 
Naturstudium gegründeter selbständiger Verarbeitung, oder aber 
die entschlossenste Rückkehr zur Natur unter Überbordwerfen 
aller Tradition. 
Der erstere Weg wurde in Bologna betreten. Lodovico 
Caracci, geb. 1555 zu Bologna, hatte nach vollendeter Schul- 
zeit bei dem Manieristen Prospero Fontand eine Wanderung an- 
getreten, welche ihn zu hingebenden Studien in Florenz nach 
Andrea del Sarto, in Parma nach Correggio, in Mantua nach
        

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