Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1635108
Die Niederrheinische 
Schule. 
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flotte Zeichnungen beschränken kann. Seine Wandlnalereien sind 
leider verloren, darunter auch sein bedeutendstes Werk, der fJFoten- 
TÜIIZQ in 46 Darstellungen im Dominikanerkloster zu Bern von 
I5x7_1522, von welchem jedoch eine erhaltene Aquarellkopie 
wenigstens eine Vorstellung giebt. 
Den Hans Asper endlich, geb. in Zürich 1499 und ge- 
storben daselbst 1571, vermägen wir nur nach seinen erhaltenen 
Bildnissen zu beurteilen. In diesem aber erscheint 61' nur in ko1o- 
ristischer Hinsicht berührt von Holbein und dem Cinquecento, im 
übrigen bleibt er mittelalterlich, hart und ungelenk. S0 in dem 
Bildnisse Zwinglis und seiner T ochter in der Stadtbibliothek zu 
Zürich, in den Porträts eines Herrn Escher, und des Landvogts 
Holzhalb mit Frau im Künstlergütli zu Zürich, und  den Bild- 
nissen des Feldhauptmanns Frühlich und seiner Frau in Solothurn, 
wie des Professors Peter Vermigh in South Kensington Museum. 
D18 
N iederrheinische 
Sehule. 
Bei der stattlichen Entwicklung, welche Küln in der Malerei 
des 15. Jahrhunderts aufzuweisen hatte, konnte das niederrheinische 
Gebiet auch im 16. Jahrhundert nicht zurückbleiben, wenn es 
auch eigenartige Hähepunkte Wie Nürnberg und Augsburg nicht 
aufzuweisen hatte. Dass dabei der niederländische Einfluss fort- 
fuhr, den Niederrhein mehr als das übrige Deutschland zu be- 
rühren, war dabei von vornherein durch die Nachbarschaft und 
durch den aus dem 15. Jahrhundert herübergenonnnenen Zug be- 
gründet. Dabei hielt sich der Vorteil der Anregung, welche das 
idealistische Küln von den realistischen Niederlanden empüng, 
und der Nachteil der Hemmung selbständiger Weiterentwicklung 
ziemlich die Wage. Einüüsse von Oberdeutschland fehlten dabei 
keineswegs ganz, blieben aber sehr vereinzelt und auf die Kunst- 
ausübung durch Eingewanderte beschränkt. 
S0 hatten die beiden Woensam von Worms, Jasper der 
Vater und Anton der Sohn, welche sich in Küln niederliessen. 
so lange keinen Anklang iinden kännen, als sie sich nicht dazu 
bequemten, sich der Kälnischen Anmut und Vornehmheit so weft 
als mäglich zu assimilieren. Ob dies dem Vater jemals gelang, 
wissen wir nicht, da keine gesicherten Werke seiner Hand nach- 
weisbar sind, wir kännen aber den Prozess an Anton Woensam, 
gest. 1541 in Küln, verfolgen. Sein Altarwerk von 1520, dessen 
Mittelbild mit dem wCruzifrxus zwischen Constantin und Helenae
        

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