Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1635019
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Deutschland. 
Tod 1528 keine Miene nracht, in das Geleise des Italisxwrus und 
-der Renaissance einzulenkcn. Bederltender" übrigens zrls im Kirchen. 
bild wurde er im Bildnis, von welchcm sich datierte Proben von 
15lo-1525 fmden. Ein grosser Teil davon stellt Mitglieder del- 
liaiserlichen Familie dar. Sonst ragen hervor das lebensgrosse 
Bildnispaar des Augsburger Patriziers Konrad Rehlingen und 
seiner Kinder von 1517 in der Pinakothek zu München, (Jas 
treftliche Porträt des Grafen von Montfort in der Galerie zu 
Donaueschingen und die Bildnisgruppe der Familie des Cuspinian 
in Berlin, welches auch durch seine rückseitige Inschrift dgln 
vorher unter dem Sammelnamen des Hirscherschcn Meisters land- 
läuügen Bildern den eigenen Künstlernamcn gcschenkt hat. 
Wiihrend aber Colmar seine durch Schongauer getragene 
Stellung ganz eingebüsst hatte, war mit dem Anfang des 16. jahr- 
hunderts Augsburg zum Vorort der SChWfibiSChCH Kunststüdte 
geworden. Der Umschwung datiert bereits von Holbein dem 
Älteren, du aber von diesem in seiner Kunst noch im 15. 13h12 
hundert wurzelnden Meister schon in eincm früheren Abschnitte 
gehandelt werden musste, erübrigt jetzt nur die Behandlung seiner 
jringeren Zeitgenossen, weil seinem grossen Sohne ein besonderes 
liapitel vorbehalten werden muss. 
Von Ulrich Apt, dem Alter en, welchen 1118.1], ehe nran 
kürzlich seine Signatur an einem erhaltenen Werke entdeckte, 
nur dem Namen nach aus den Augsburger Urkunden kannte, 
wissen Wir zunächst, dass er seit 1486 in Augsburg nachweisbar 
und 1532 daselbst gestorben ist. Bezüglich seines Lehrganges 
aber lassen seine Werke nur vermuten, dass cr einer Miniatoren. 
schule entsprungen ist, wobei trotz einer gewissen Verwandtschaft 
seiner "Werke mit jenen Altdorfers noch keineswegs auf direkte 
Beziehungen zwischen beiden geschlossen werden muss. In de; 
Thzrt war auch schon früher, ehe man auf seinem Hauptwerke, 
dem Triptychon von 1517 in der Galerie zu Augsbrlrg mit der 
vKreuzigung und den beiden Schächerna auf der Innenseite und der 
r) Verkündigunga auf der Aussen seite der F lüge], den N amen Apts tland, 
die angenommene Urheberschaft Altdorfers bezweifelt worden, auf 
welche es auch ebensowenig hinweist, wie dies au einem anderen 
Werke Apts, dem im Besitze der Universität München befmdlichen 
"Friptychon in der Münchener Pinakothek, der Fall ist. Denn 50 
unzweifelhaft die Gestalten des whl. Narzissus und Matthäusr: im 
Mittelbilde des letzteren Bildes, wie der nMadonna und des Eva_n_ 
gelisten Johannesa auf den Flügeln nach Typen und Technik auf 
dieselbe Hand hinweisen wie dus Augsburger Bild, so hat auch
        

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