Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1634662
Flandern und 
Brabant. 
217 
Zu diesen gehürt von der Schule des Quentin Massys ausser dessen 
schon erwvähntem Sohn Jan Massys der früher hochgeschätzte Ja n 
Sanders, von seinem Heimartdorfe Henlishem bei Antwelpen ge- 
wühnlich Hemessen genannt. Noch 1519 21.1s Lehrling im Ant- 
werpener Gildebuch genannt, steht er doch schon in der bBefllfüng 
des Watthäus zum Apostelamta (Pinakothek zu München) in manchen 
Stücken ausserhalb der Kunstsphiire Quentins, Welche er in der 
äHeilung des "fobiasx von 1555 im Louvre als fertiger rürnischer 
NIanierist ganz verlnssen hzLt. Nur im Genre, Wie in dem wDorf- 
chirurga in Madrid liisst er noch einige Zusammenhänge mit Massys 
erkennen. Zuletzt nach Haarlenr übergesiedelt, starb er daselbst 1 566. 
Ihm war sein Zeitgenosse Ian Mandyn, I500_I566, Wenn er 
identisch war mit dem sog. Braunschweiger Monogrannnisten, nahe 
verwandt, sicher beglaubigte Werke von ihm haberl sich jedoch 
nicht erhalten. l 
Von den Schülern Barencl van Orleys ist, neben Pieter 
Cock van Aalst, 1502_I55o, namentlich Michiel van Cox- 
cyen in Mecheln, 14gg--15g2 hervorzuheben. Aus seiner Schule 
nach Italien gelangt, hinterliess dieser in S. Maria clelPAnilna in Rom 
die Fresken ans dem sLeben der h. Barbaraa, in welchen er sich 
schon ganz in den rümischen Stil eingelebt erweist. Die nach 
seiner Rückkehr in (lie Heimat 1539 gemalten Stücke erwarben 
ihm sogar den Ehrentitel des rvvlämischen Raphaela. Wenn auch 
dieser für seine Kompositionen zu Glasgemälden (S. Gudule zu 
Brüssel), Gobelins (Escorial) und den Kupferstich so wenig passt 
wie für seine Altarwverke, so sind letztere doch nicht ohne Verdienst. 
S0 der ffTod Maliensa in der Galerie zu Maclrid, (las wMartyrium 
des hl. Sebastiana von 1575 im Museum zu Antwelpen, (las 
vMartyrhnn des hl. Georgx in der Katluedrale zu "Mecheln und 
selbst noch das in seinem 93. Lebensjahl" gemalte wLEbEn der 
Titularheiligena in  Gudule zu Brüssel. Dass der Meister auch 
wohl fähig gewesen wäre, in der Richtung seiner einheimischen 
Schule einzusetzen, beweist die 1558 gemalte trefHiche Kopie des 
v. Eyckschen Altars zu Gent, von welcher sich die einzelnen 
Stücke in S. Bavo zu Gent Wie in den Galerien zu Berlin und 
München beünclen. 
A115 Gossaerts Schule endlich war Lambert Lombard von 
Lüttich, geb. 1505, gest. 1566, hervorgegangen. Auch er reihte 
sich nach seiner Rückkehr ans Italien 153g ganz in die rümische 
Schule. Doch kännen wir seine Arbeiten nicht mit gleicher 
Sicherheit nachwveisen, wie jene des Coxcyen, wenn wir auch 
wissen, dass er als Lehrer gesucht war. Untel" seinen Schülern,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.