Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1633831
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Die 
Malerei 
deutsche 
des 
und 
Jahrhunderts, 
verdienter Vergessenheit der Künstlernamen auftaucht. Erst unter 
Bernhard Strigel, geboren um 1460, erhebt sich auch die 
Mennninger Kunst anf ein hüheres Niveau. Dieser Meister jedoch 
gehürt seiner hauptsächlichen Thätigkeit nach bereits dem Ifxjahr- 
hundert und somit einer späteren Periode an. 
Als Gesalntergebnis wird man festhalten dürfen, dass nicht 
die allemannischen Rheinlande, weder Strassburg noch Kolmar, (lie 
Ausgangsstelle des schwäbischen Kunstaufschwungs waren, sondem 
Ulm, wenn auch hinsichtlich der Anfänge noch einige Unsicherheit 
und Unklarheit besteht. Übrigens erscheint sicher, dass im weiteren 
Verlaufe die Vorortschaft Ulms sich nicht in der Weise zu be_ 
haupten vernxochte, wie wir es bei dem damaligen Vorort del- 
fränkischen Kunst fmden werden. 
Franken. 
Während sich in Schwaben die Malerei des I 5. Jälhrhtlnderts 
über verschiedene Städte verbreitete, erscheint ihre Entwicklung 
m Franken auf Eine Stadt konzentriert, nämlich auf Nü1'nbe1-g_ 
Doch liegt derselben keine uralte Kunstthätigkeit, wie in Küln, 
zu Grunde, da der Aufschwrlng Nürnbergs selbst nicht über (jas 
14. Jahrhundert hinaufreicht. Auch verrät ihr frühester Betrieb 
trotz zahlreicher mkundlich überlieferter Nlalernzunen keine Ygn 
Haus aus selbständige Eigenart, sondern einc Mischung bählTliSCher 
und rheinischer Einüüsse ohne irgendwelche Bedeutsamkeit, sowie 
sie sich durch die übliche Gesellenwanderung ergeben haben mochte_ 
Man darf beharlpten, dass es vor der Gruppe um den g0g_ 
Imhofschen Altar kein Kunstwerk Nürnbergscher Entstehrmg giebt, 
welches sich über die Leistungen anderer Provinzialkunst erhijbe_ 
Es ist neuestens geltend gemacht worden, dass unter den 
Malern Nürnbergs in den ersten Iahrzehnten des 15. Iahrhunderts 
Meister Berthold der Jüngere der geschätzteste gewesen und 
dass deshalb dieser Name mit der erwähnten Gemäldegruppe in 
Verbindung zu bringen sei. Wir glauben jedoch, dass ein solchel- 
Zusammenhang mit keinem grässeren Rechte angenonnnen werden 
dürfe, als er bei der Gruppe von Külner Arbeiten vor dem Au; 
treten des Meisters Stephan mit dem Meister Wilhelm von K51n 
behauptet wird. Von der Nürnberger Gmnäldegruppe aber dürften 
die sog. Deichslefschen Altarflügel mit wMaria und Petrus Martyr, 
Elisabeth und Johannes Baptistaa, jetzt in der Berliner Galerie, 
der Zeit nach das ältere, der sog. Imhofsche Altar auf der
        

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