Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1633524
Die 
niederländische 
Malerei 
des 
Jahr- 
hunderts. 
Flandrische 
Sehule. 
Über ein Jahrhundert war seit Cimabues Auftreten in Italien 
vergangen, als endlich auch nürdlich von den Alpen die Malerei 
begann, sich ans den mittelalterlichen Gepflogenheiten aufzuraifen. 
Seit in den nordischen Ländern die Wandmalerei durch die Gotik 
den Boden verloren, war die monumentale Kunst zur ornamentalen 
Dekoration verschrumpft. Die Glasmalerei vermochte sie nicht 
entwicklungsfähig zu ersetzen, denn die ihr von vorneherein anh 
haftenden technischen Fesseln konnten und sollten nicht über- 
wunden werden. S0 stand, da. das Tafelbild noch wenig begehrt 
wurde, im 14. Jahrhundert die Miniaturkunst als das Hauptfeld 
malerischer Thätigkeit da, jedoch noch immer in den meisten 
Schreibestuben dilettantisch, und nur an wenigen Hüfen eigentlich 
künstlerisch geübt. 
Die wenigen zu Ende des 14. Jahrhunderts existierenden 
nordischen Tafelbilder, mithin das Kunstgebiet, Welchem in der 
Folge eine so bedeutermde Rolle zufallen sollte, waren zumeist 
dekorativer und mobiliarer Natur, Vorsatzstücke, welche wie die 
Antependien und bis zu einem gewislsen Grade auch die Super- 
frontalien als Ersatz plastischer Schreinzierden in Holz- und 
Metallarbeit zu gelten hatten. lhre Ausführung oblag den Schild- 
und Bannermalern oder auch gelegentlich den Miniaturisten, so 
dass sie entweder derb und roh, oder aber kleinlich geraten 
mussten.  Dabei drängte die Absicht, plastische Werke zu er- 
setzen, zur Inxitation derselben, der dominierende Eindruck der 
Glasgemälde aber zur Steigerung der Farbenschünheit. 
Speziell in den Niederlanden, wo die Miniaturmalerei im 
14. Iahrhundert vor allen Ländern arn schünsten erblüht war,
        

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