Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei vom Anfang des 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1632113
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1633458
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Die 
Italiens im 
Malerei 
Quattrocento. 
nicht zu unterschätzender Selbständigkeit. Bis 1512 an datierten 
Werken nachweisbar, starb Wontagna erst1523. Ein anderer 
Vicentiner, Giovanni Buonconsiglio oder Marescalco fügte 
zu dem paduanischen Vorbild noch Einüüsse von Antonello du 
Mcssina, wie dies seine fvMadonna mit den hhl. Cosmas und 
Damianusc von 1497 in der Akademie zu Venedig und dann die 
nMadonna mit vier Heiligena von 1502 in S, Rocco zu Vicenza 
zeigen, was ihn natürlich umso geeigneter machte, später den 
Spuren der venetianischen Cinquecentistcn zu folgen. Dasselbe 
gilt von dem Friulesen Marcello Folognino, der seine Thätig- 
keit in Vicenza bis tief ins 16. jahrhundert hinein fristend zunächst 
dem Mantegnismus mehr umbrischen Beigeschmack gegeben, 
schliesslich aber nicht bloss den venetianischen und brescianischen 
Cinquecentisten nacheifert, sondern sogar um raphaelische Art 
sich bemüht. 
Venetizmischen Nebeneinüüssen etwas ferner gerückt er. 
scheint Verona. Dort hatte zu Anfang des 15. Jahrhunderts 
Vittore Pisano auf eigenen Bahnen sich geltend zu machen 
gesucht, übrigens in seinen Bildnissen bei aller Formbestimmp 
heit die Bedeutung seiner vorzüglichen Bronzemedaillen nicht er- 
reicht, so vorteilhaft auch diese auf seine Gemälde zurückwirktem 
Bildnisartigen Charakter erhalten auch seine religiüsen Bilder wie 
der whl. Antonius und der hl. George in der Nationalgalerie zu 
London (K1. B. 469). Weit geringer war dann die ans der 
Miniaturmalerei entsprungene Kunst eines Stefano da Zevio 
und erst mit Francesco Benaglio tritt Mantegnas Einflusg 
deutliche wafhrnehmbar entgegen. Ihre vo-lle Ausbildung gewann 
dann die veronesische Kunst mit Liberale di Giacomo da 
Verona (1451-1536), welcher ebeirfalls vdn der Miniaturmalerei 
ausgehend, wie dies seine vAnbetung der Künigea im Dom zu Verona 
deutlich erkennen lässt, zum direkten Nachahmer Mantegnas wird_ 
Doch erreicht er die Hühe dieses weder in seiner durch karri. 
kierten Ausdruck entstellten Zeichnung noch durch sein Kolorit, 
wie dies seine Darstellungen des wSchmerzenmannesK in S. LeQ 
zu Venedig, in der Sammlung Torrigiani zu Florenz und in der 
Pinakothek zu München, oder auch die xthronende Äfiadonnag 
von 148g in der Galerie zu Berlin zeigen. Ebensowenig Fran CCSCQ 
Bonsignore (1455-1519), welcher nicht bloss wie sein mur. 
masslicher Lehrer Liberale nachträglich sich die. mantegneske 
Weise aneignete, sondern sogar lange Zeit in Mantua. an de: 
Seite des Meisters gearbeitet hat. Hieher gehürt auch noch Gi0v_ 
Maria Falconetto (1458-1534), wenigstens in seiner früheren
        

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