Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Ursprung und die Bedeutung der Doppelchöre
Person:
Holtzinger, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1620096
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1620555
Doppelchöre 
Nonnenklöstern. 
29 
auf einen einheitlichen Zweck lässt sich die abnorme Anlage der Doppelchöre 
bei den verschiedenen Monumenten nicht zurückführen. Als Ausgangspunkt 
erscheint die Abteikirche zu Centula am Ende des achten Jahrhunderts. Sie 
zeigt, von wenigen älteren Monumenten in Afrika, die ohne Eintltiss blieben, 
abgesehen, das erste Beispiel eines zweiten (jhores, das durch Jahrhunderte 
die mannigfachsteir Wiederholungen fand. Durch das Bedürfniss nach einer 
über die Nebenaltäre hervorragenden Stätte für den Altar eines besonders 
verehrten Heiligen ziehen dem im Ostchor verehrten Schutzpatron scheint man 
auf diese, in ihrer Bedeutung dem Hauptchor nahe kommende Anlage am 
Westende der Kirche geführt worden zu sein; später ward dieser zweite Chor 
gleich dem Ostchor als Grabstätte benutzt und häufig, aber nicht durchgängig 
mit einer Krypta versehen, bis er schliesslich, seiner anfänglichen läestimmting 
ganz entkleidet, lediglich als ein Mittel zu grösserer Prachtentfaltung der 
Kirchen diente. 
Es darf uns nicht wundern,  die neue Bauweise der Gothik mit ihren 
streng und klar ausgesprochenen Dispositionen den aus dem erprobten Grund- 
plun der Basilika nicht organisch erwachsenen, sondern als störender Zusatz 
ihm aufgezwungenen doppelten Chor von Anbeginn verworfen und so sein 
Weiterleben für immer ertödtet hat. 
ORTSVERZEICHNISS. 
A a c h e n. 
Münster. 
Abbendon. 
Kirche  
Augsburg. 
A frakirche 
Dom   
Bamberg. 
Dom   
B a s e l. 
Münster  
läenevenl". 
Alter Dom  
Besangon. 
KathedraIe  
HOnn 
Münster.  
um, 
27 
7 
20 f. 
2x 
22 
26 
'7 
26 
25 
Breitenau. 
Stiftskirche     
I) r e m e n. 
Dom      
H r i x e n. 
Alter Dom    
C e nt u l a. 
Klosterkirche  2. 7. 
C ö In. 
Alter Dom  13. 
Karthäixserklostex"  
D a p h n i. 
BGUCÖiCIiDETkIOSCCY  
Deyr-Abu-Faneh. 
Basilika      
I)r ü b 6 C k, 
Stiftskirche     
Seitn 
27 
IG 
26 
10H". 
16 f. 
T9 
8 
5 
28 
Eichstädt. S'il" 
Dom       2 l 
E r m e n l. 
Basilika      5 
E s s e n. 
Stiftskirche     27 
F u l d a. 
Salvatorkirchc  2. 7. 10 
S t. G all e n. 
Klosterkirche  2. 12. 2 l 
Gandersheim. 
Stiftskirche     '27 
Gemeticu m. 
Kloster       10 
St. Germain-des- Prbs. 
St. Vincenlins    7
        

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