Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1625249
Kuchlmg 
hßiligz 
Antonius. 
die Verspotttlng Christi, die Himmelfahrt, die Kreuzabnahme, Christus 
auf dem Meere wandelnd, die Atifcrwecktmg der Tochter des Jairus, 
die Austreibung der Wechsler aus dem Tempel, die Marien am Grabe, 
Salve Regina, Magdalena, die dem Auferstandenen begegnet, sind 
die Hauptstationen seines grossen christlichen Epos, und alle diese 
Bilder sprachen in ihrem phantastischen Naturalismus eine neue, 
revolutionäre Sprache. Es ist darin bald etwas von der mystischen 
Ruhe des Orientalen, bald von der schnaubenden Leidenschaft 
Eugene DelacroixÜ Er gab sich in ihnen als echtes Kind des 
Landes der Sonne, als ein Freund flackernder, Himmernder Malerei. 
Noch hart, schwer, dunkel und plastisch in den lkonoklasten, war 
C1" ein farbenprangender Lichtanbeter in der vMagdztlenaa. Die Ver- 
suchung des heiligen Antonius bezeichnet coloristisch wohl den 
Höhepunkt seines Schaffens. Als Hallucination hatte Morelli das 
Ganze gefasst. Der Heilige hockt am Boden, krallt die Finger. 
schliesst die Augen, sich der Gedanken zu erwehren, die voll be- 
gehrlicher Sinnlichkeit. in ihm lodern. Doch immer mehr ver- 
dichten sie sich, immer deutlicher nehmen sie Körper an, ver- 
Wnndehi sich in rothhaarige Weiber, die sich von allen Seiten aus 
den Winkeln lösen. Unter der Matte quellen sie hervor, aus der 
Tiefe der Höhle winden sie sich heran, selbst der XVindhauch,
        

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