Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1625061
zu unterzeichnen, entfaltete Fortuny eine fieberhalte Thiitigkeit. Das 
grosse Schlachtenbild, das er im Auftrage der Akademie von Barce- 
lona hatte anfertigen sollen, blieb unvollendet. Dagegen malte er 
eine Reihe von Orientbildern, in denen seine erstaunliche Finger- 
fertigkeit, sein wunderbar sensibles Auge sich schon deutlich an- 
kündiigte: die Buden marokkanischer Teppichhiindler mit xxiimmeln- 
den Figürchen und der reichen Auslage orientalischer NVebereien, 
die müde Haltung alter, in der Sonne sitzender Araber, die ernst 
brütenden Gesichter Lll1l1Cil]1llCl]Cl' Schlangenbiindiger und Zauberer. 
Das ist kein PJFlSCYiSClIEII Orient wie der Fromentins, die ganze 
Welt spricht arabisch. Nur Guillaume-t hat später das im Sonnen- 
schein traumende contemplative Faltirthum des Ostens gleich über- 
zeugend interpretirt. 
Doch sein eigentliches Gebiet entdeckte er erst, als er nach 
seiner Rückkehr atnHng, jene glänzend kaleidoskopischen, reizend 
schillernden R0cocobildei' zu malen, die seinen Ruf in Paris be- 
gründeten, Gleich in dem ersten  Rococoherren, die in einem 
reichen Interieui" Kupferstiche betrachten  waren die japanischen 
YVafTen, Rcnaissancetrtihen, goldenen holzgeschnitzten Rahmen. all
        

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