Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1630956
Stuck. 
Kämpfende Faune. 
spielt ihre schlanken, im Sand sich streckenden Körper. Auch Exter 
geht zuweilen noch in fremden Schuhen, aber er wird sich eigene 
besorgen, dafür bürgt die kecke Sicherheit, mit der er vom ersten 
Tage an auftrat. 
Franz Stuck, unter den Münchener Jungen wohl das grösste, 
zukunftsreichste Talent, wirkt gegenüber diesen nervösen Farben- 
temperamenten wie ein Zeichner, gegenüber diesen Raffinirten wie 
ein Primitiver. Primitiv sind die Dinge, die er darstellt, primitiv 
sein Simplificiren der Farbe, primitiv sein Stilisiren der Form. Dort 
alles Farbe und wogendes Licht, hier alles Linie, fester Umriss, 
plastische Ruhe. Vom Kunstgewerbe nahm er seinen Ausgang. Man 
kannte ihn aus geistreichen Illustrationen zu den sFliegenden Blättern (t 
und eleganten Entwürfen zu nKZITIGD und Vignetten e, als er 1889  
ein Jahr, nachdem Rochegrosses Tannhiiuser in München ausgestellt 
war  durch sein erstes Bild, einen Paradieseswächter, überraschte. 
Seitdem entwickelte er sich in ausserordentlicher Weise. Von einer 
Fruchtbarkeit und Vielseitigkeit ohne Gleichen, weiss er alle Seiten 
der Legende zu packen, ihre heitere Grazie und ihr dämonisches 
Grausen. Da malt er die Gestalt des Satans, die einem Spuke gleich 
vom dämmerigen Grau des Hintergrundes sich abhebt. Dort tummelt
        

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