Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1630923
DEUTSCHLAND 
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Exler 
Welle. 
emporschaut. Eine ähnliche, wenn auch weniger nachhaltige Wirkung 
erzielte im nächsten Jahr eine Madonna von Wilhelm Vols. Frühling. 
Sonntagvorniittag. Die Glocken des fernen Kirchleins läuten, die 
Mücken Zirpen, die Blätter sauseln. Da hat Maria, eine mädchenhaft 
zarte Gestalt mit weissem Kleid und weissem Kopftuch, auf einer Bank 
in freiem Felde sich niedergelassen. Kein Engel naht, ihr die frohe Bot- 
schaft zu künden. Doch in ihrem Innern lebt und bebt es. Sie hört die 
Glocken läuten, die Mücken zirpen, die Blätter säuseln. In ihrem Herzen 
wie in der Nzlttlr ist's Frühling. Aus wenigen Farbentönen setzt sich das 
Ganze iusammen, und gerade in dieser Weissgrtinen Einfachheit übt es 
eine zarte Wirkung des duftig Unschuldigen, märchenhaft Umschleierten. 
Im Uebrigen iiussert sich der deutsche Neuidealismtis in denselben 
Formen wie in Frankreich und England. Den Einen xierwzmdelt 
sich AlleS in ein buntes, schillerndes Märchenreich. Sie leben wieder
        

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