Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1630884
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Heiligre 
Nacht. 
kündtigung so linkisch sein Kleid lupft und 111it erhobener Hand 
die frohe Botschaft verkündet. Namentlich aber gehört Uhde zu den 
grössten Kindermnlerii des Jahrhunderts. Ich wüsste nicht, wer vor 
ihm lallende Kinderlippen und glänzende Kinderaugen, scheue Zu- 
traulichkeit, zaghafte Neugier und tiippische Freundlichkeit, die ganze 
schlichte Naivetiit des Kinderlebens so entzückend liebenswürdig ge- 
malt hätte. Später wird man das gewiss noch unbeiangener em- 
pfinden, als es heute möglich. 
w Sagt selbst, hochehrwürdiger Herr: könnt Ihr Euch eine heilige 
Geschichte denken im modernen Costüm, einen heiligen Joseph im 
Flauschrock, einen Heiland im Frack, eine Jungfrau in einer Robe 
mit umgeworfenem türkischem Shawl? Würde Euch das nicht als eine 
unwürdige, ja abscheuliche Profanation des Erhabensten erscheinen? 
Und doch stellten die alten, vorzüglich die deutschen Maler alle bib- 
lischen und heiligen Geschichten in dem Costüm ihres Zeitalters dar 
und ganz falsch möchte die Behauptung sein, dass sich jene Trachten 
besser zur malerischen Darstellung eigneten, als die jetzigen. Gingen 
doch manche Moden der Vorzeit bis in's Uebertriebene, bis in's 
Ungeheuere möcht ich sagen; man denke an jene ellenhoch auf- 
gekrtimmten Schnabelschtihe, an jene bauschigen Pluderhosen, an jene 
zerschnittenen Wämmser und Aermelx.  wNuna, erwiederte der Abt, 
Muther, Moderne Malerei III. 41
        

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