Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1630836
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ZUTSCHLAND 
Uhde 
Ifomnz 
Herr 
Gast. 
der Renaissancefrätilein und Landsknechte der moderne Arbeiter ge- 
treten, war es die natürliche Consequenz, dass einzelne Maler dazu 
übergingen, auch die Geschichte Christi in dem Sinne zu behandeln, 
als hätten sie sie heute oder gestern selbst mit erlebt. Nur durch 
die Verlegung in die Gegenwart glaubte man dem Heiligenbilti wieder 
jenen inneren Zusammenhang mit der Zeit geben zu können, den 
es in den altern Kunstperioden hatte. Und bei der regen Theilnahme, 
mit der damals die liberalen Kreise dem Kampf um die Emancipation 
des" Judenthums folgten, meinte man auf rechtem Wege zu sein, 
wenn man Christus als besonders gütigen, weisen Juden darstellte. 
An der Spitze dieser Gruppe steht Menzel, der in einer geistsprühenden 
Lithographie von I8 51 den jesusknaben als ein gescheites israelitisches 
Bürschchen vorführte, das eine Anzahl polnischer juden durch seine 
klugen Antworten entzückt. Als weitere Experimente erregten 1879 
die beiden Bilder von Ernst Zinuner1rza111-z und Max Liebßrnzamz Auf- 
sehen  auch sie von rein malerischem Gesichtspunkt anregend, aber 
doch zu sehr im Widerspruch mit unserer Zeit, als dass sie weitere 
Nachfolge hätten finden können: Wie die Verhältnisse einmal liegen,
        

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