Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1630798
Mangel. 
Christus 
Tenzpel. 
Herzen entrissen worden. Durch stattliche, geilaltete Schleppmäntel 
sucht man über den markleeren Adel der überirdischen Wesen hinweg- 
ZUIäUSChCnK, hat Goethe über diesen Verfallzeitidealismus geschrieben. 
In der Zeit, als das Orientbild die Kunst beherrschte, betheiligte 
sich dann auch die religiöse Malerei an dieser Fahrt natch dem Osten. 
Horace Vernet hatte auf der Reise, die er 1839f4o nach Syrien und 
Palästina machte, mit Schrecken erkannt, wie falsch man bisher die 
Bibel verstanden. Jerusalem, Damaskus, Nazareth, es sah in Wirk- 
lichkeit dort ganz anders aus, als die Bilder der alten Meister er! 
Warten liessen. Die Luftwirkung, die agrarischen, geologischen und 
architektonischen Verhältnisse  Nichts stimmte. Selbst das Costüm, 
in dem die biblischen Personen dargestellt wurden, war apokryph. 
Joseph  der Orient ist clonservativ in seinen Moden  trug ein 
Weisses Hernd und den Machlah, als er mit Maria sich trauen liess, 
und diese hatte nicht daran gedacht, sich im Interesse kommender 
Cinquecentisten in eine rothblaue Draperie zu hüllen. Peruginos und 
Rafaels Sposalizio wirkten nach dieser Erkenntniss wie ein wahrer 
Maskenscherz. Vernet beeilte sich, seine neue Entdeckung 1848 dem
        

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