Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1630789
Gebharrll. 
stehend sich nicht begnügte, was er mit eigenen Augen gesehen, 
wiederzugeben, sondern der im Sinne dieses Naturalismus wieder an 
metaphysische Aufgaben herantrat. wMit der Religion hat die Kunst 
entschieden gebrochene Es ist ein sonderbares Zusammentreifen, dass 
gerade in dem Jahre, als der alte Fr. Th. Vischer auf vielen Seiten 
seiner Aesthetik diese These bewies, Fritz von Uhde geboren wurde, 
der der religiösen Malerei wieder neue Seiten abgewann, sie mit dem 
Eifer des Apostels zu neuem Leben führte. 
Ihre; Geschichte war im 19. jahrhundert eine grosse Leidens- 
geschichte gewesen. Eine aus den classischen Kunstperioden über- 
nommene Erbschaft, hatte gerade sie unter dem Fluch des Epigonen- 
thums zu leiden gehabt. Eine tinselbständige Zeit wie die erste Hälfte 
des I9. Jahrhunderts kam selbstverständlich über die Nztchahniting der 
classischen Formen nicht hinaus, sondern beschränkte sich darauf, in 
lauwarmer Weise die vom Cinquecento überkommenen Gestaltungen 
zu wiederholen, die durch solche"Verwässerung allmählich zu byzan- 
tinischem Schematismus erstarrten. nES sind die biblischen Stücke 
alle durch kalte Veredlung und gesteifte 
ihrer Einfalt und Wahrheit herausgezogen 
Kirchenschitkliclukeit aus 
und dem thcilnelnne_11de11
        

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