Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1630734
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DEUTSC 
  zur Farbenxxrirkung doch auf alle 
     1 s: a.   iiussern kleinlichen Lockutigen ver- 
"giifiai i" i.  4.614 zichtete. Etwas TlYÄTUIIICYlSClICS 
 i" w;  q"   und Architektonisches, Familiäres 
 i      "r "l    und Edles, Intimes und Monumen- 
      V  tales waltete in seinen YVerken. 
 i   j. i_ Die intime NVn-lqtlng erzielte er 
   '     durch dieliettmtmg der Landschaft. 
"A   _'i i Äry,      Die montimeiitale durch den grand- 
     iosen Ernst und die Stilvolle Ruhe 
       der Linien. Alle starken Wend- 
    ungen und Bewegungen waren 
 '   vermieden. Eine ganz eigene Fein- 
i'  heit entwickelte er in der Art. wie 
v  die Hauptlinien der IQantlschaft zu 
      den Hauptlinien der Körper stimm- 
ten. Ueberall herrschte ein Stil- 
HMS  gefühl im Sinne der Alten, eine 
Compositions- und Linienführung 
im grossen Sinn, die ihn auf eine Stufe mit den Meistern der 
Kunst stellte. Eine neue einfache Schönheit titfenbttrte sich. Und 
wenn bisher nur auf dem Gebiete der Plastik  in Adolf Hildebrandt 
 ihm ein bedeutender Schüler ward, so ist doch zweifellos, dass 
auch die monumentale Malerei der Zukunft nur auf dem Boden wird 
erstehen können, den Marees bereitete. 
Hans Tlzuunz, der Einsiedler von Frankfurt, erscheint neben 
Boecklin, selbst neben Marees sehr klein. Beide herben eine viel monu- 
mentalere, wuchtigere Kraft, neben der Thoma ein wenig philister- 
haft anmuthet. Man hat ihn gewiss überschätzt, als man in der 
Freude, den Verkannten entdeckt zu haben, ihn Boecltlinan die 
Seite stellte. Der Geist dieses Mannes, der mit grossem, klaren 
Auge die XVunder der XVelt schaut und mit überlegener, sicherer 
Kraft die verwegensten Träume seiner poetischen Seele heraus- 
gestaltet, ist in seiner souveränen Ruhe so immens, dass T homa 
schreiendes Unrecht geschähe, wollte man mit ähnlichem Massstztb 
ihn messen. Er ist nu-r naiv und gemüthlich, nie erhaben und 
gross, aber lieben kann man ihn trotzdem.  
In Bernau im Schwarzwald, dicht am Hochkopf, ist Thema, 
Albrecht Altdorfers Schüler, geboren. Schlichte Naturpoesie tnnling
        

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