Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1630729
FSCHLAND 
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Kinder, Männer, Greise le-     
ben, lieben, arbeiten wie in      
einer Zeit die keinen ließ-t   1'  . 
Glockensclilzig kennt, die      ;_11 1  w  
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gestern und vor hundert-    "  
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tausend Jahren sein konnte.     r e;     g" Q,   
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Sie ruhen aufsatftigeni Grun,      .   ätifj'x'(ä   
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von iruchttragentien Aplel- d.    i-gftn e- 
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biiunien beschattet, titusentl i  '   '55.    
Traumereien und Betracht-        
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ungen hingegeben. Ohne  e; e!   
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jCdß Pose, wollen sie nichts ßfiii-     1' .V  
vorstellen als Kinder der r "A"    1'"   
Natur, der Natur in ihrer      5:. 
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Unschuld und Einfachheit. äiä-f. f: t mp1???  h,  f _ 
Nackte Frauen stehen be- ä       
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wegungslos unter Baunien,    _ 5,   w,  1' 
oderJtinglinge spiegeln sich  Q1:  V   ß. 
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in der Quelle. Mehrfach       
wiederholt sich das Motiv        
des Orangenpliiiclteiis: ein     i   i,   h.   
Jüngling greift nach der      "J 
Frucht, ein Greis bÜCkt sich, Mirrr'us.' Der brilige Hubertus. 
die herabgefztllene aufzu- 
heben, ein Kind sucht die fortrollende ini Grase. Zuweilen wird 
das Ross, der honierische Begleiter des Mannes, in den Kreis der 
Darstellung zitifgenoninien: der nackte Ephebe reitet sein Pferd in 
der Schule, der gewappnete Feldherr galoppirt auf prächtigem Kriegs- 
ross daher. Das goldene Zeitalter könnte Alles heissen, was Marees 
gemalt hat. Und vergegenwärtigte nian sich, dass die Werke schon 
vor zwanzig oder mehr Jahren entstanden waren, so gewannen 
sie geradezu bahnbrechende Bedeutung: An die Stelle der didakt- 
ischen Formeln war Dichtung, an die der historischen Anekdote 
die Freude ani bildnerisch Schönen, an die Stelle des theatralischen 
Pathos das Actionslose, 
Zeit, da die Andern in 
die ganz einfache Linie getreten. 
Farben und Gesten Dramen und 
In einer 
historische 
Episoden erzählten, dichtete Marees Idyllen. Er erschien als ein 
grosses, strenges Talent: virgilisch durch das Gefühl unendlicher Ruhe 
am Busen der Natur, niönchisch, indem er trotz einzelner Versuche 
Muxhcr 
Moderne Malerei III.
        

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