Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1630701
M aräes 
Hesperizlen. 
derartiges Schaffen möglich. Dieser Formenschatz war bei Marees 
nicht gross genug. Vertieft man sich in seine Werke  einige sind 
darunter, worin die Spur des grossen Genius überhaupt unter der 
zitternden Hand des nervösen Grüblers verschwunden  so klingt 
es aus ihnen wie der Schrei aus jeiner Menschenbrtlst. Manchmal, 
indem er immer wieder übermalte, entstanden gespenstische Wesen 
mit fratzenhaften Gesichtern. Die Körper sind so überstrichen und 
Wieder überstrichen, dass ganze Kissen von Farbe auf den einzelnen 
Theilen lagern und in widriger Weise den Eindruck verderben, Nur 
zu oft scheiterte sein hohes Wollen an der Unzulänglichkeit des 
technischen Könnens; fast immer veriiog sein Dichten und Träumen 
von Schönheit im Winde, denn die Hand war zu' schwach, den Traum 
zu gestalten.  
Wenn trotzdem seine Bilder auf der Münchener Ausstellung eine 
grosse Wirkung übten, so war es, Weil sie ein Princip formulirten. 
Man fühlte, hier waren Töne angeschlagen, deren Echo erst spät ver-
        

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