Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1630651
DEUTSCHLAND 
Toecklin  
Spiel 
Wellen. 
deren Adern viel begehrliches Blut rollt, die lieben und lachen und 
vinum novum trinken. Seinen Faunen kann man unter den Schaf 
hirten der Campagna begegnen, jenen schwarzen, nach PLIHlSkCH- 
art mit Ziegenfellen bekleideten gluthätigigen, struppigen Gesellen, 
denen zwei Reihen weisser Zähne blendend wie Elfenbein im Munde 
glänzen. Zu Kindern einer ausserirdischen Welt, wo andere Sonnen 
und andere Sterne scheinen, macht sie hauptsächlich die Farbe, die 
sie umiliesst.  
Auch coloristisch gipfeln in Boecklin alle Bestrebungen des 
I9. Jahrhunderts. Als Schwind und seine Genossen sich an die 
Darstellung der romantischen Märchenwelt machten, lag auf der Farbe 
noch ein Bann, nur leicht getuscht legte sie sich über die Zeichnung, 
die als Hauptsache galt. In der prangenden Asphaltmalerei Makarts 
endete die Periode, die durch fieissiges Studium der alten Coloristen 
den verloren gegangenen Farbensinn wieder schulte. Mit Liebermann 
leitete die Thätiglteit derer ein, die vom Studium der Naturübersetz- 
ungen zu dem der editio princeps fortschritten. Boecklin als der erste
        

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