Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1630229
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rothes Licht breiten,  I.  
sitzt, halb eingeschläfert  ; Ä  5;    x11. 
durch Haschisch, in         
Seide gehüllt, unbe- f      '1-   1   
weglich wie ein ind-   
ischel" Götze Hefgdeg, Pu-tlis de Clm-vanuex: Dir fragend der lmil. Genovefa. 
der König. Bleich und 
Hnster ist sein Gesicht, der Thron gleicht einem crystallenen Beicht- 
stuhl, zusammengesetzt aus allen Reichthümern der Welt. Zwei 
Frauen lehnen am Fuss eines Pfeilers. Eine schlägt die Saiten 
einer Laute, ein kleiner Panther gähnt neben einem Rauchfass. 
Auf dem bunten Mosaikftissbotlen liegen Blumen. Salome tritt her- 
vor. Leicht wie eine Traumgestztlt, auf den Fussspitzen trippelnd, 
eine zitternde Lotosblume in der Hand, fängt sie an zu tanzen. 
Eine glänzende Tiara deckt ihr Haupt, ihr Körper ist mit allen Edel- 
steinen geschmückt, die die Drachen in den Adern der Erde hüten. 
Immer schneller, immer wollüstiger dreht und streckt sie die üppigen 
Glieder, plötzlich zuckt sie zusammen, fährt tastend mit der Hand 
nach dem Herzen  sie hat gesehen, wie der Henker den Kopf des 
Johannes vom Rumpfe trennte.  Inmitten eines orientalischen Parkes 
liegt der Körper des Täufers im Grase, der Kopf ist in ein Becken 
gelegt, und Salome, wie eine blutige Tigerin, betrachtet ihn mit 
Blicken heisshungriger Liebe.
        

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