Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624901
XXXIV. 
FRANKREICH 
Bazweret. 
Dagmm- 
eines jungen 
Einsegnztng 
Paares. 
ihre Urfarben auf_ setzen diese direct auf die Leinwand, und über- 
lassen es dem Auge des Beschauers die Mischung selbständig vorzu- 
nehmen. George Seurat namentlich war ein energischer Verbreiter 
dieses Pointillirens, das unter den Künstlern neue Discussionen, in 
den Journalen eine neue Polemik hervorrief. Seine Bilder setzten sich 
ganz aus flammenden, leuchtenden, glühenden Flecken zusammen. 
In der Nähe ein Gewimmel von Klecksen, in richtigem Abstand 
wilde Seestudien in den glänzenden Farben des Mittags, mit relief- 
artig hervortretenden Felsen und Steinen, Orgien von blau, roth und 
violett  das war Seurats Art die Natur zu sehen. Dass ein solches 
Verfahren manche Monotonie mit sich bringt, dass es überhaupt 
kaum jemals möglich sein wird die Kunst in dem Maasse mit der 
Wissenschaft zu verquicken, ist unbestreitbar. Ebenso sicher aber. 
dass Seurat ein distinguirter Maler war, der in vielen seiner Bilder 
für delicate bleiche Atmosphäre einen feinen Sinn hatte. Manche 
seiner Landschaften, die in der Nahe aussehen wie Mosaiken aus 
kleinen abgeschlilfenen bunten Steinen, bekommen i'm gehörigen Ab- 
stand ein vibrirendes Lichtleben, wie es selbst Monet nicht erreichte. 
Signac, Anquetin, Angrand und Lucien Pissarro nennen sich die
        

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