Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1629579
S10 
XLVII. 
ENGLAND 
7,:   der RoyalAcademy 1 8 5 7 empfangen, 
     Sffi auf der er Millais x Sir ISLIIDlDIYISa 
    rflßilße 
  er    vw. G;    
s?  q I1  sah. Die chevalereske Poesie dieses 
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   Meisters wurde sein Jugendideal 
 Ägi; und klang deutlich aus den ersten 
         
    .1  .11 11m1 Bildern die er 1862 ausstellte. 
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  g  Das eine zeigte sthe Lady of Cha- 
                
 "  ß"  lottt, die 1n einem Boot s1cl1 dem 
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w,  Georg, der den Drachen todtet. 
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  Unterdessen hatte er ]CClOCl1 bei 
wirft;  dem Holzsch11eider W. J. Linton. 
  "I"   m fur den er 18 -62 arbeitete 
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  Walker kennen gelernt und wurde 
  '  von diesem auf die Parthenon 
r-Mäw  v, 51'131: im "1  Äläelß-zä t  
sculpturen gewiesen. Seitdem ging 
er von romantischen zu antilen 
Crane: Perseus und Andromeda.   x 
Stoffen uber, und es lICUI etwas merk- 
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würdig jugendliches, ein frischer 
Legendenduft über diesen wie von Phidias gemeisselten Compositionen. 
Wie eine antike Gemme oder ein griechisches Basrelief wirkte 187; 
die sBrücke des Lebensa. Auf der Pariser WVeltausstellung 1878 hatte 
er eine r) Geburt der Venus s von edler antikisirender Composition und 
mantegnesker Formenstrenge. Ganz griechisch und englisch zugleich 
sind die süssen, poetischen Einzelgestalten, die er gerne malt: Mädchen 
mit Blüthenzweigen in weissem, faltigen Gewand, das ihre ganze 
Gestalt umfiiesst und doch jede Linie des Körpers zeigt. Sein sPegasusa 
könnte direct aus dem Pttrthenonfries stammen. Die wFlüchtigen 
Stunden (4 liessen ebenso sehr an Guido Renis nALIfOIZIK wie an Dürers 
apokalyptische Reiter denken. Später wendete er sich, wie alle Ver- 
treter der Praerarfaeliten-Gruppe, auch der decorativen Malerei zu. Er 
ist der geschmackvolle Erßnder der Serpentinballete der Alharnhra, 
einer der orivinellsten Zeichner für die Ta etenindustrie, nächst Morris 
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der einfiussremhste Führer des englischen Kunst ewerhes der Mit- 
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be 1'ünder jener modernen naturalistisch-stilisirenden Richtung der 
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die Zukunft ge 1ört Ueberall legt er seinen Entwürfen naturalistische 
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Motive zu Grunde  den heimischen Frauentypus und die heimische 
Blumenpracht. Ueberall herrscht ein feinsinniger Zusammenhang
        

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