Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1629560
XLVII. 
ENGLAND 
599 
ungen. Formell von Alma Tadema, 
coloristisch von den Franzosen be- 
einHusst, hat er immer mehr der 
Weise der Akademie sich genähert, 
bis er schliesslich ein Classicist ohne 
herxtorstechentle Eigenart wurde. 
Bezeichnend für diese Phase war 
die Allegorie ßAmor vincit Omnizla. 
Aphrodite steht, aus dem Bade 
kommentl, nackt in einem griech- 
ischen Portictis, durch den man 
auf eine purpurne See blickt. Ihre 
Dienerinnen sind beschäftigt, sie zu 
bekleiden, siunmtlich edle, keusche 
Gestalten von jener classischen 
Grazie und zierlichen Wellenlinie. 
die Leighton seinen ldeztliiguren zu 
geben pHegt. Auf einem durch die 
Berliner internationale Ausstellung 
1391 auch in Deutschland bekannt 
gewordenen Bilde schwebte Venus, 
eine lichtweisse Gestalt, in feier- 
licher Bewegung zu Anchises her- 
nietler.  Unmittelbar und frisch 
wirkt er nur noch in den zarten 
Kinderbildern, die ihm in den letz- 
ten Jahren die Haupterfolge brach- 
ten. Mädchen mit dichtem asch- 
blonden Haar, feinem Mund und 
enipfindszuncn grossen Rchitugen 
sitzen in WCiSSCH] oder blauem Kleid triiumcriscli vor einem rothen 
oder blauen Vorhang. Den ätherischen Gestalten und tiuftigcn Farben 
entspricht die ästhetische Malweise, die in ihrer Zartheit fast an 
Pasteli erinnert. 
Weit mehr als Richmond ist es Walfer Cmlze gelungen, die 
praerafaelitische Auffassung mit einem an der Antike gebildeten 
Schönheitsgeftihl, Burne Jones" mvenig Fleisch und viel Gemütlm mit 
einem gemessenen Adel der Formen zu vereinen. 184; in Liverpool 
geboren, hatte er seine frühesten Kunsteindriicke auf der Ausstellung
        

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