Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1629413
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XLVII. 
ENGLAND 
  "WEG-v E. feiernden Götter tritt. Er malt 
 "Aldi        
Jüfr-lf         Pygmalion, den kunstreichen Konig 
      Ä  von Kypros, wie er zur Aphrodite 
      Hebt, das elfenbeinerne, von ihm 
 1 Ulfielß .i   geformte Bild einer Jungfrau zu 
vl- 5'523  ,   t" b 
i   .114.   
    beleben"    
fäfrf?   i; e_ Neben dem Alterthtim inspirirt 
 "S55 i      31        
   kg 1 ihn die Bibel und christliche Le- 
  tqfggfyzub,        
 g r .1  gende, die Erhabenheitihrer ernsten 
   iii;     Tragodien und die angstliche 1 rau- 
 K" i " lii; xizfeiäx  EIS i   i    
       rigkeit ihrer sehnsuchtsvollen Er- 
 "fit- l  i: T125. f":  d:       
  Je   hebunv. Eines seiner Hau twerlte 
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Ü-Zijigil; 3:; behandelte in sechs Bildern die 
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    k; i;- Tage der Schopfung. Ein Engel, 
 in1.,llieziflffäfßgiääj    jedesmal vom Engel des vorausgeh- 
Jlßf.       enden Tages begleitet, trägt einen 
  A   min-Ja;    i? i") Dx 
"A?  '  ' 1,; Globus, auf dem der Reibe nach die 
   v,   Sterne, die Gewasser, die Baunie, 
 u, 1. I:  w, iqgw     _ x14, 1': v_.x_b    
 "i"    '    die fhiere und ersten Menschen er- 
    ,   "ijifif  scheinen. Die  Anbetung der Kön- 
715"   i" ' i"   igea geht in einer Landschaft vor 
   jpßffyv  T,    
 w .4    sich wo duftive Rosen im Schatten 
 I"      51V  lterzenerad aufsteigender dünner 
      ö ö 
       Baumstämme blühen. In der Mitte 
      x   sitzt ruhig, unnahbar die Jungfrau, 
   mit dem Kind auf dem Schoss, das 
 noch schlanker ist, als auf Bildern 
BMW 4011651  Cimabties. Still nahen sich die drei 
Weisen, gigantisch langgestrecltte 
Figuren in reichen, mittelalterlichen Gewändern, und in der Luft 
schwebt ganz perpendiculär als stummer Zeuge ein Engel.  Auf dem 
Bilde der Verkündigung steht Maria bewegungslos, die eine Hand auf 
das grosse Becken eines Springbrunnens gelegt, im Porticus ihres 
Hauses. Links in der Luft erscheint der Gottesbote. Ernst, fast ohne 
dass beim Fluge sich die Parallelfältchen seines Gewandes verschoben 
oder die Flügel sich bewegt hätten, ist er herniedergeschxivebt und be- 
rührt mit der Fussspitze die Aeste eines Lorbeerbaums. Maria erschrickt 
nicht, macht keine Geberde. Feierlich, still, wie Statuen stehen sie da. 
Weiss ist das Gewand des Engels, weiss das der Jungfrau, weiss der
        

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