Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1629208
XLVII. 
ENGLAND 
473 
als Hunt die sChrist- 
lichen Missionaren 
Millais xClITiSIUS im 
Hause seiner Eltöfna 
gemalt hatte, trat Ros- 
setti mit seiner wVCY- 
külldigllngalICIVOIZDiC 
vErziehtmg der Jung- 
frau Mariaa war ein 
kleines Bild von stren- 
ger Einfachheit und as- 
ketischem Charakter, 
absichtlich eckig in der 
Zeichnung und duftig 
archaistisch. Die in 
graue Gewänder ge- 
kleidete JUHgfFLILI sitzt 
an einem seltsam ge- 
formten Rahmen und 
stickt eine Lilie mit 
Goldfaden auf rothen 
Grund. 
Vor 
R osselti. 
einer Vase steht die 
Blume, die sie copirt, und die ein kleiner Engel mit rosafarbenen 
Flügeln zaghaft begiesst. Zur Seite der Jungfrau ist die heilige Anna 
beschäftigt  beides Porträts der Schwester und Mutter des Künst- 
lers  und im Hintergrund bindet der heilige joachim eine Wein- 
rebe an ein Geländer. Mehrere Bücher mit lateinischem Text liegen 
auf dem Boden. Das zweite YVerk xECCC Ancilla dOnlinie ist das 
bekannte kleine Bildchen, das heute in der Londoner Nationalgalerie 
hängt: eine Harmonie weiss in weiss von unbeschreiblich decenter 
Zartheit. Maria, ein schüchternes, sinnend kindliches Mädchen, sitzt 
halbknieend in weissem Gewand auf weissem Lager. Die Wände 
des Gemaches sind weiss, vor ihr steht ein Webstuhl, an dem sie ge- 
arbeitet hat; eine angefangene Stickerei mit einer Lilie hängt darüber. 
In ruhig feierlichem Ernst, von Flammen getragen, steht der Engel 
vor ihr und reicht ihr den Lilienstengel. Eine Taube schwebt still zum 
Fenster herein. Hunt und Millais wirkten trotz ihrer romantischen 
Stoffe durchaus nüchtern und klar, Rossetti war traumhaft mystisch.
        

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