Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624785
de Atmosphäre und 
das gmziöse Grün der 
englischen Natur. 
Statt in starrendcn 
Schneesceneriengefiel 
er sich in zarten Früh- 
 D115 Rajfzzcllz": Die Reconvtzlrscenlen. 
armeTerrain erscheint 
nicht mehr so rauh und unxxiirthlich, sondern rührend in seiner sanft 
ruhigen, bläulichen Atmosphäre. Auch die wilden Wesen mit ver- 
huugerten Augen, die auf seinen ersten Bildern Lunherirrten, wurden 
milder und resignirter. Der Grossvater, in Holzschuhen und Blouse, 
fflhrt sein Enkelchen an der Hand, an dem ersten, schüchtern aufspries- 
senden Grün entlang. Alte Männer sitzen still im Garten des Armen- 
hauses und lassen sich von den Strahlen der Sonne bescheinen. Die 
Leute klappern nicht mehr vor Frost in abendlichen No qmbernebeln, 
sondern athnien froh die weiche Luft glücklicher FrLÜiingsnwrgeH. 
Seit 15 Jahren ist Ratfaelli der Meister dieses eng umgrenztell 
Gebietes, über das er seine Eindrücke in ganz persönlicher Sprache 
aufzeichnete, einem Stil, für den er selbst in einer seiner Bro- 
schüren die Bezeichnung sCaracterismex erfand. Und verglelcht 
man die kostümirten Modelle auf den Bildern der vorigen Gene- 
ration mit Raffaellis Menschen, so versteht man das Treifßllde 
dieses Schlagwortes. Ratfaelli ist ein grosser Charakteristiker, am
        

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