Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1628505
LXIV. 
AMERIKA 
403 
Clmse : Im 
Parke. 
reichen. Selbst mit der Portriitnralerei werden raffinirte Beleuchtungs- 
studien verbunden. Die Personen sitzen vor einem Kamin oder 
unter der Lampe, vom Feuer bestrahlt; Hände, Gesicht und Kleider 
sind von Flammenreflexen übergossen, und Charles Edmund Tarbell, 
der wie Besnard im Menschenkopf nur einen Spielplatz für Licht- 
effekte sieht, pflegt seine breit durchgeführten Mädchenbilder nach 
dem Ton des sie umspielenden Lichtes kurzweg wEin Opalk oder 
ßEln Amethysta zu nennen. 
Aber wie die Amerikaner die Ersten waren, die der Lichtmalerei 
Manets folgten, so schlossen sie auch als die Ersten sich jenem 
Farbenlyrisinus an, der, von Watts und Whistler ausgehend, heute 
in der europäischen Malerei immer grössere Kreise zieht. Kenyon Cox, 
ein Schüler Gerömes und Carolus Durans, der früher gern grosse 
mythologische Bilder im Sinne des französischen Classicismus malte, 
hatte auf der Münchener Ausstellung 1892 eine wundervolle nackte 
Frauengestalt vor einer tizianisch tiefen Baumgruppe, ein Werk, das 
von einem modernen Schotten hätte herrühren können, so volltönig 
waren die Farbenaccorde, die er darin anschlug. 
W  Thomas Dewing, ein Schüler Boulangers und Lefebtires, malt 
wie Whistler schlanke bleiche Frauen, die in der Dämmerung aus- 
26'
        

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