Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624747
XXXIV. 
FRANKREICH 
Alfred Roll war in Paris selbst geboren, und der Strassenarbeiter 
von Paris ist der Hauptheld seiner Bilder. Aehnlich wie Zola in seinen 
Rougon-Macqtiards, setzte er sich das Ziel, das soziale Leben der 
Gegenwart in einem grossen Bildercykltls zu lixiren: der Streik, 
der Krieg, die Arbeit. In allen diesen Werken fragt er nicht nach 
malerischen Reizen, sondern stellt den Vorgang dar, so treu er 
kann, so ehrlich und sachlich, wie es nur möglich ist. Man hat 
vor seinen Bildern den Eindruck, als ob man vom Fenster auf 
eine bewegte Scene in der Strasse herabblickt. Den grobhändigen, 
derbknochigen Stoffen entspricht die breite, plebejische Mache. Den 
Anfang machte 1873 das Colossalbild der Ucberschwemmung von 
Toulouse. Ueber die weite Wasseriiäche des Ueberschwenimungs- 
gebietes ragen die Dächer kleiner Bauernhäuser empor. Auf das eine 
hat sich eine Gruppe von Landleuten geHüchtet und erwartet einen 
Nachen, der von fern herankommt. Eine junge Mutter rafft ihre
        

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