Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1628237
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XLIV. 
A MERIKA 
Bridgman. 
Harem. 
Geröme in's Amerikanische übersetzt, heisst Frederick A. Bridg- 
man. Er war 186 3_66 Stahlstecher einer amerikanischen Banknoten- 
gesellschaft und daher gut vorbereitet, als er bei dem harten Classi- 
cisten eintrat, dem er mit Entschlossenheit in den Orient folgte. 
1872 betrat er zum ersten Mal den Boden Afrikas, bereiste Algier und 
Aegypten und wurde dann der Maler dieser Gegenden, nicht ihrer 
heutigen Bevölkerung allein, auch ihrer classischen Vergangenheit. 
Das wBegriibniss einer Mumiea brachte ihm auf der Pariser YVeltaus- 
Stellung 1878 die goldene Medaille, und ISSI hatte er auf einer New- 
Yorker Ausstellung schon 330 Orientbilder vereinigt. Bridgman hat 
sich bei Geröme eine grosse Geschicklichkeit angeeignet, bei ihm Alles 
gelernt, was man lernen kann; er ist sogar ein Wenig geschmeidiger 
als sein Lehrer, aber im Grunde auch ein harter Classicist. Weisse 
Gewänder und dunkle Hautfarbe, glänzender Marmor und scharfblzttie 
Luft, ethnographische Genauigkeit und Vorliebe für die Anekdote 
sind die hauptsiichlichsten Kennzeichen seiner Bilder. Er verfehlt 
nie, anzugeben, dass sein Negerfest win Blidahe spielt; er entrichtet, 
wenn er in dem Cjvkltts aOpfEtf der Tugende vom Ueberfall einer 
Haremschönen durch einen lüsternen Mörder erzählt, Gerömes
        

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