Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624711
XXXIV. 
FRANKREICH 
zßrnzitle 
Heuernle. 
von 2000 Francs auf den Schultern trug. Es hängt im Luxembourg, 
und dort kam lange Zeit jede Woche eine schwarzgekleidete Dame 
undßvtreinte vor dem Bild ihrer frühverstorbenen Tochter. Sie ist 
am 3I. October 1884, Bastien laaum ein Monat später gestorben. Das 
xBegräbniss eines jungen MädClIEIHSK, wodurch er Mariens Begräbniss 
verewigen wollte, war die letzte Skizze, die er entwarf, sein Lebe- 
wohl an die Welt, an die prangende, lockende, webende Natur, die 
er so sehr geliebt, so sehr erfasst und begriffen, an die Hoffnungen, 
die vor seinem brechenden Blick noch ihre trügerischen Luftschlösser 
auf bauten. Nicht Raitels Alter, kaum 36 Jahre, hatte er erreicht. 
An einem traurigen, regnerischen Abend, den IO. December 1884, 
nach mehrmonatlichem Siechbett, brach er zusammen. Sein Körper 
war abgemagert, leicht wie der eines Kindes, das Gesicht welk, nur 
die Augen hatten noch ihren alten Glanz. 
Am I4. December wurde seine Leiche auf den Ostbahnhof ge- 
bracht. Rosen, weisser Flieder und Immortellen bedeckten den Sarg.
        

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