Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1628071
Die 
Rdpin  
Q 
Barkv1z{icl:er' 
W olga. 
und wieder drei jahre später wanderte er nach der fernen Kaiserstadt 
an der Newa, um dort die Akademie zu beziehen. In den sechs 
Jahren, Während er dort Zögling War, entfaltete sich schnell sein 
Talent. Schon das Bild, das er 1871 als akademische Preisaufgabe 
behandelte, vdie Atiferweckung von jairi Töchterleina, zeigte ihn in 
seiner kräftigen Energie und strahlt in der Sammlung der Con- 
currenzarbeiten wie ein Diamant unter Kieselsteinen hervor. Die 
Medaille und ein mehrjähriges Reisestiiveiadium ward ihm zu Theil. 
Nun ging's in die Fremde, nach Paris und Rom, wo er alte und 
moderne Meister studirte. Doch das Ausland tungztrnte ihn nicht. 
Das beste Bild, das er in Italien malte, wSzadko im Waintierreiche 
des Meeresx, stellt eine russische Nationalsage dar. In einem sonnen- 
lichtdurchfltitheten Meeresgolf haschen Nixen und Nymphen, die ver- 
schiedenen europäischen Frauentypen verkörpernd, vergebens nach 
dem jungen schönen Szadko: ihn fesselt nur die in der Ferne ver- 
schwommen auftauchende Tschernawtischkzt. Auch den Maler selbst 
zog es heimwiirts. Noch vor Ablauf des Stipendiums bat er um die 
Erlaubniss, zurückkehren zu dürfen, und vollendete 1873 seine wBUT- 
lakia, die Barkenzieher auf der Wolga, das Hauptwerk der modernen 
russischen Kunst. 
whn Mittagsson n enbrand, i1n glühenden Sande des Hachen, Schatten- 
losen Flussufers, schreiten sie einher, Männer, Jünglinge, Knaben; den 
breiten Zulgriemen um Brust und Schultern, die nackten braunen Beine 
gegen den heissen Boden gestemmt. Wüst fällt das Haar in die
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.