Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1628033
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XLIII. 
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 linische Landschaften. Swjetoslaws- 
 kV ergriii" den Charakter Moskaus. 
  Und durch diese Landschaften", 
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T   die fern von philantlwropischem 
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    e    Ideentumtilt still, ruhig, bescheiden 
       ihren Weg gingen wurde dann die 
 33,4,  5   Anregung zui kunstleuscien Be- 
yilniiilfißlßllgi.  zwß vgl;    
  1„ w  - handlung auch des klgLlTCHblldCS 
 T2,   gegeben. Der Sinn für das rein 
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lseegye;    Malerische XX a1 gekratngt, man 
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'11?    begann, SIClI von allem Erzahlen- 
    den und Belehrenden abzuwenden, 
 täte.  und einfach, ohne Tendenz, was 
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a man um sich sah, darzustellen, an- 
    ßmgs mühselig und schwach, dann 
[um jfrgyngkgi, energischer, mit wachsendem Ver- 
stiindniss und Können. Szuertsrlz- 
kow malte Thierbilder, wusste daneben aber auch den russischen Bauer 
und den russischen Gutsbesitzer ungemein fein zu treilen. Besonders 
Pferde, jene armen, kleinen, ausdauernden. russischen Pferde  bald 
im Schnee hinsinkend, bald von der Sonne gebrannt oder lustig in 
der 'I'r0icka rennend, hat er sehr wahr, sehr liebevoll und lebendig 
geschildert. Peter SOICOÄJILY gab Jagdscenen, Beerdigungen, T rinkstuben 
 alles mit derber Ungeziertheit, zuweilen cynisch, aber immer trerliend. 
Selbst technisch ist er ein eigenartiger Meister: seine Bilder sind ein 
Gemisch von zartem A Liarell dicksten Gouachefarhen Pastell und 
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Tinte. Durch die merkwürdigsten Combinationen gelingt es ihm, 
einen manchmal rohen oft sehr ikanten und charaktervollen Ein- 
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druck zu erzielen. 
Den Hauptvorstoss machte eine junge Phalanx von Künstlern, 
die in den 60er und 70er Jahren sich emporarbeiteten. 1863 ab- 
solvirten 13 Schüler die Moskauer Akademie und sollten nun um 
die goldene Medaille, resp. den Prix de Rome eoncurriren. Ihr Haupt 
war der um etxxras ältere 1mm Ifralzzvslrtri, ein armer Jüngling, der 
dürftig als Retoucheur bei einem Photographen sein Brod verdiente. 
YVas er an Bildern hinterliess, ist wenig und längst von den Leist- 
ungen der Jüngeren überholt. Ein paar Porträts kommen trotz ihrer 
ernsten Wahrheit nicht über trockenen Photographie-Eindruck hinaus. 
Und selbst seine wenigen Figurenbilder, wie das wtrostlose Leid 4 (eine
        

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