Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624703
XXXIV 
FRANKR] 
Lhcrmilfe 
Schnitzer. 
machen. Ein rührendes Idyll in ihrem Tagebuch erzählt, wie die an 
der Schwindsucht Todtkranke erfährt, dass der junge Bastion gleich- 
falls erkrankt und als unrettbar verurtheilt sei. Solange Marie noch 
ausgehen kann, geht sie mit ihrer Mutter und Tante den kranken 
Freund besuchen; als sie nicht mehr das Haus verlassen darf, lasst er 
sich von seinem Bruder die T reppen hinauf in ihren Salon tragen, und 
da sitzen die beiden jungen Menschen neben einander in Armstühlen 
und sehen das Ende ihres jungen Lebens, ihres Talents, ihres Ehr- 
geizes und ihrer Hoffnungen heranschreiten, erbarmungslos, unab- 
wendbar. wEndlichl Da ist es also, das Ende aller meiner Leiden! 
So viel Bestrebungen, so Viel Wünsche, so viel Vorsätze, so viel   
um mit 24 Jahren zu sterben an der Schwelle von Allßlllmt 
Ihr letztes Bild zeigt sechs Schulknaben aus dem Volke, die 
plaudernd an einer Strassenecke stehen, und wirkt merkwürdig männ- 
lich, wenn man bedenkt, dass es gemalt ist von einem blonden 
jungen Mädchen, das unter mattblzmen, seidenen Bettvorhiingen 
schlief, fast nur in Weiss gekleidet ging, sich nach einem Spazier- 
gang in rauhei" Witterung in Parfüms abwaschen liess und Pelze
        

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