Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1628027
seine Bilder an Schlichtheit und Intimität verloren; Orlowsky, Fed- 
ders, YVolkow u. A. blieben immer coloristisch hart, pedantisch und 
trocken. Erst der junge, mit 23 Jahren verstorbene Wassilietu bewies, 
dass der Landschalter kein Photograph zu sein brauche. der diese 
oder jene Ortschaft als oberiiiichliches Porträt verewigt, sondern dass 
er ein Vermittler sein könne zwischen Mensch und Natur, ein Dol- 
metscher jener geheimnissvollen musikalischen Sprache, in der die 
Natur allerorten zur menschlichen Seele spricht. Mit ihm wurde die 
russische Stimmtingslandschtlft geboren. Man brauchte keine Alpen- 
gipfel und keinen Ocean, keine bunten eiTectvollen Farben mehr, son- 
dern lernte schlicht und zart die heimische Natur besingen. Lewitan 
malte sein xstilles Klostere, ein gefühlvolles, tiefergreifendes Bild, 
Kuindshi südliche Nächte und helle Birkenxviilder voll vibrirendem 
Aether, Mondlicht und Sonnenschein; Sawrassoxtv zarte, von grosser 
Poesie erfüllte Frühlingslzitidschztften; Sudkowsky interpretirte ernst 
die Majestät des Meeres; Wassnezow die düstere Oede Sibiriens, 
seine dunklen Ebenen und unendlichen Urwälder; Albert Benois gab 
in Aquarell prächtige Orientbilder und feine, gefühlvolle, russisch- 
23'"
        

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