Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1627869
Iwanow; 
Slndienxköpfe zu dem Bi 
Zwei Sklaven. 
de der Erscheinung 
des Messi 
classisch aufgebauten, corneliztnisch illuniinirteii Coinpositionen. Doch 
sobald man in's Einzelne geht, versteht man die Absicht des Künstlers. 
Da ist nichts den Alten iiusserlich nachempfunden, Alles, selbst die un- 
beholfene Composition trägt das Gepräge eigenthüinliclier Wahrhaftig- 
keit. Wunderbar, ohne jede akademische Schönheit, von majestätischein 
Ernst und grosser zwingender Conception ist die Charakteristik der 
verschiedenen Köpfe: vom inspirirten, grossartigen Johannes bis auf 
den stumpfsiniiigen, hässlichen Sclaven. Christus ist fast genial auf- 
gefasst: ruhig und selbstbewusst, kein schöner Jupiter, sondern ein 
hässlicher Mensch und doch eine hinreissende, übernienschliche 
Erscheinung, die sich erhabenen Schrittes geisterhaft und doch ein- 
fach dem Volke nähert. Das Colorit ist anscheinend die schwächste 
Seite des Bildes; es wirkt neben Brülowvs blendenden Theatereifeltten 
matt und traurig. Aber die zahlreichen  mehr als 200  Skizzen, 
die Iwanow hinterliess  Landschaften oder Figuren- und Draperie- 
Studien in Oel und Aquarell  Werfen selbt auf die coloristischeil 
Bestrebungen des Malers ein eigenthünaliches Licht. Er berührte als 
22'?
        

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