Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1627268
Nils 
wberg. 
Tod 
Helden. 
bewunderten, wurde er zum kecken Virtuosen, der sein einziges Ziel 
darin sah, derber und glänzender als seine Zeitgenossen zu malen. 
Ruysdael in's phantastisch Decorative gesteigert und mit Gudiifschen 
Beleuchtungseffeltten verbräint, würde etwa Marcus Larsson ergeben. 
Er häuft in seinen Bildern die Versatzstücke einer aufgerüttelten nor- 
wegischen Natur: Wasserfälle, ungeheure Felsen, die sich in stahl- 
blauen Seen spiegeln, und rühmt sich in seinen Briefen, Ruysdael 
tibertroifen zu haben, wenn es ihm gelungen ist, eine Composition 
noch wreichhaltigerr zu gestalten. Die tollsten Beleuchtungseffekte, 
weisse und rothe Gebirge, Wasserüille bei Sonnenuntergang, brennende 
Dampf boote, Leuehtthürme, Kometen und nächtlich brennende Häuser 
mussten heran, um durch ihren decorativen Tamtam den Mangel an 
Intimität zu verdecken.  
Alfred W alzlberg verhält sich zu Larsson etwa wie Lier zu Eduard 
I-lildebrandt. Er hatte in Paris die Meister von Fontainebleau, be- 
sonders Dupre, sehr genau studirt und vermittelte seinen Landsleuten 
die Principien des französischen Paysage intime, aber nur in schmack- 
haft zubereiteter Verdünnung. Sein Gebiet ist weit umfassend: es 
reicht von der nordischen Schneelandschaft bis zur glänzenden 
Sommerpracht Italiens. Gleich Lier liebte er besonders träumer-
        

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