Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624621
XXXIV. 
FRANKRI 
EICH 
nur die Rusticitiit und          
das Natürliche hatte, '         
sondern auch Char-  b,    '   
nieur war im feinsten         
 des  t     .  
Dieser Naive, der    ß";  i"  
nichts von der Ge-   i;  z.     
schichte der Malerei     
wusste undin der freien            
Luft mehr als in den  )       
Museen zu_Haus war,   1        
    '31- "    '2 '38- 
kannte gleichwohl die     si-      
Porträts des I6. jahr-    jf  i".     
hunderts und hatte für      I,    "Äli 
_seine Bildnisse ein eben- l   
so kleines Format ge- i,    I. l 
wählt wie das, welches    _:ji'l.l 
Clouet und seine Schule 
liebte. Die Darstellung  DU. BFHZHI.  
gelangt hier zu einer 
Tiefe der Charakteristik, die an die kleinen Perlen der Portriitlllillefei 
Jan van Eycks gemahnt. Meist hielt er auch in diesen Wßflicn 1111 der 
hellen Beleuchtung fest. Der Art sind das Porträt seines Bruders, 
das der Madame Drouet, der greisen Freundin Victor HugOiS, mit 
ihrem sanften, müden, guten Gesicht  ein Meisterwerk von Intimität 
und Feinheit  das seines Freundes und Biographen Andre Theuriet, 
das des Polizeiprlifekten Andrietix und besonders das berühmte Cabinet- 
stück unerbittlicher WVahrheitsliebe und wunderbarster Delicatesse: 
Sarah Bernhardt in ihrem wirren, brandfuchsigen Haar, wie sie, 
in eine Robe von Chinaseide von leicht ins Gelbliche übergehen- 
dem Weiss gekleidet, im 131'051, auf einem weissen Pelze sitzend, 
prüfend eine japanische Bronze betrachtet. Die bizarre Eleganz der 
Vfragötlin, ihre wie für Donatello gemachte Schlankheit, idie Ner- 
vosität, mit der sie dasitzt, ihre verrückte chinesische Frisur aind 
dieses Profil, auf das sie so stolz ist, sind in keinem ihrer vlelßll 
Bildnisse mit der tinwiderstehlichen Anziehungskraft wie 111 diesem 
kleinen Meisterwerk gegeben. In einigen anderen Porträts hat Bastlen 
auch den Reiz. dunkler Beleuchtung nicht verschmäht, so in dem 
Bildchen des Kunstkritikers Albert Wolif, wie er, die Clgäfetfe 111
        

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