Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1627224
XLI. 
SCHWEDEN 
273 
ziert, der Weihnachtsmarkt       
mit dem julius WollTschen   Lid   
Paar, das seinen Christbaum "i"     
gekauft hat, den schneebe-       
deckten Giebeln und der von  "i     
Tzlllllfänüältlßll] und Wkrihb  W.   _3  
irachtsgebiick duftenden Atv  A15  
mosphiire  das Alles sind      
herzgexrvinnentl echte Dar- U Y      
Stellungen aus der aguten f Q i,  
alten ZClIe. .   1.531   
In seinen Qrientstudien,    
zu denen ihn eine Reise .1   
durch Aegypten, Palästina, A    .1  
dieTürkei und Griechenland   , Ä      
anregte, erscheint er als n üch- V      
terner Realist, der den bunten    h;      '  
Farbenorgien des Südens mit   " d!   
derber Handfertigkeit zu Lei- i  i!     
be geht, und dieser Realismus   
 Rnsm: Nnrdvnslyoixl. 
hat den lebensvollsten, kraf- 
tigsten Ausdruck in seinen 
Bildnissen gefunden. Das seines Vaters zeigt einen Cl1L11'Lll{IC1'VOllCl1 
alten Cztvalier, wie ihn Herkomer gemalt haben könnte; sein Selbst- 
porträt in den Florentiner Uffizien lasst an Erdtelt denken. In seinen 
Repriisentationsbildern KLITlS XV. und König Oskars vermeidet er alles 
Officielle und gibt ein derb ehrliches Abbild des Menschen. Sein 
bestes Porträt ist wohl dasjenige, das er Nordenskjöld, dem Entdecker 
der snordöstlichen Durchfahrta widmete. Unter finster tunwiällttem 
Himmel. inmitten der Weiten, weiss und grünlich schinunerntlen Eis- 
Wüste des sibirischen Meeres steht eine ltraftxrtulle Mannergestalt, in 
dunkeln Pelz gehüllt, das Fernrohr in der Hand, mit den ernsten, 
scharfen Augen in die Ferne spähend, die ihm nichts als endlose 
Flächen ewigen Eises zeigt.  
In julizis Kronberg feiert die schwedische Malerei ihren. Makart. 
Er hatte in Düsseldorf, Paris und München die alten Venezianer und 
Rubens lieben gelernt und ward unter ihrer Anleitung ein farbenfreud- 
iger, kräftiger Meister. Seine in München 1879 gemalte wNymphea, 
die von der Jagd ermüdet am Waldesweiher schläft und da von 
18m
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.