Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624617
14 
XXXIV. 
FRANKREICH 
 f   das andere Mal der 
   5          Gerömeschüler Josef 
   Ö "  k    Wencker. Es stand 
{          geschrieben, dass Ba- 
 ,w,          
  A; v:        ,  2  snen-Lepage nicht 
      nach Rcnn gehe, und 
  es hat 1l1111 so wen1g 
152715,     V als 160 Jahre vor- 
lfi? l      h" Wmelu 5c" 
   schaden Bastien ware 
h, l.   die Kunst verdorben 
       worden. Das 1l1n1 
m,  i,   zuträghche Vorbild 
  I? „  r;  war keiner der alten 
       Classikensonderndic 
       
     lers,diegr0ssen1ütter- 
   licheuNatur. Als die 
            Schulerconcurrenz- 
     i"  J    arbeiten in der Aka- 
    
Wurden, erregte es 
Aufsehen, als eines 'l'ages ain Rahmen von Bastiens Verkündigung 
ein Lorbeerzweig angebracht war  von Sarah Bernhardt. Sarah 
Bernhardts Porträt wurde das berühmteste der kleinen Bildnisse, die 
bald Bastiens Ruhm begründeten. 
Das Porträt seines Grossvaters von 1873, das Wundervolle Werk 
des zgjährigen, ist das erste Bild, in de111 er ganz er selbst war. Der 
Alte sitzt in einer Ecke des Gartens, ganz wie gewöhnlich, in brauner 
Mütze, die Brille auf der Nase, die Arme über dem Schooss gekreuzt, 
die hörnerne Schnupftabakdose und ein carrirtes T aschentuch auf 
den Knieen. Wie ist die Pose intim, die Physiognomie denkend, die 
Kleidung persönlich. Äuch keinen jener schwarzen Schatten, die 
in den Ateliers allein vorkonnnen, gab es in dem lichtgebadeten 
Garten. Alles zeigte eine Naivetät undAufrichtigkeit, die zu den 
grössten Hoffnungen berechtigte. Seit diesem ersten Werk wusste 
man, dass Bastien ein hervorragender Porträtmaler sei, und er hielt 
sein Versprechen. Seine folgenden Bildnisse zeigten, dass er nicht
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.