Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1627008
Michael Ancher 
Fischer 
Strande. 
eFfektltus, in der ganzen Anordnung alles Gemachte, Tableauartige 
vermieden. Da ist ein Laienprediger" am Strande von einer Schaar 
andachtiger Zuhörer umgeben, dort wandert ein Fischerpaar am 
Sonntag Abend schweigend über die Dünen nach Hause. Da wird 
ein schweres Lastboot von stämmigen Gaulen an den Strand gezogen, 
da schiesst ein anderes, von drei Männern in Oelkleidern gerudert, 
durch die trübgrüiiliche Fluth dem Land entgegen, da liegen bei 
schwerer Gexxvitterstimmu11g wettergebriiuiite Seeleute am Ufer, das 
Schicksal eines vorbeifahrenden Schiiies besprechend. Selbst wenn 
er zuweilen trauliche Vorgänge aus dem häuslichen Leben der 
Skagenei- Fischer erzählt, behält seine Kunst dieses Rauhe und Ernste. 
Seine sBubenschule in Skagena war das gerade Gegentheil eines 
Genrebildes von Emanuel Spitzer: Kein Pele-mele artiger und un- 
artiger Buben, die mit dem komischen Schullehrer Scherze treiben. 
Der alte Mann, der da in Hemdiirmeln, mit grosser Brille, auf dem 
Katheder sass, war ein nordischer Hüne, mit dem sich nicht spassen 
liess, und auf den Kindern lag etwas Trauriges, Resignirtes. So
        

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