Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1626824
iMARK 
wie Menzel das 
Friedrichs des 
Grossen, in al- 
len Einzelhei- 
ten erzählt. 
Lange Jahre 
vertiefte er sich 
in dieGeschich- 
te der UHglüCk- 
liehen Königs- 
tochter, machte 
sich vertraut 
mit ihrer Per- 
sönlichkeit und 
ihren Schriften 
und suchte auf 
Grund dieser 
historischen 
Studien ein 
glaubwürdiges 
Bild von ihr 
festzustellen, 
das gross sei in 
der Auffassung, echt in den Formen. Er malte sie als junge Gattin an 
der Seite Uhlfeldts, im Kloster und im Gefiingniss, wie sie bei ihrem 
Eintritt vom Kerkermeister untersucht wird, wie sie betet oder ihre 
Memoiren schreibt; er hat sie zu neuem Leben erweckt. so dass 
durch seine Bilder ein wahrer LeonorevChristine-Cultus in Dänemark 
begann. Und er hat dieser Figur ein intensives Leben gegeben. 
Mit ihren gtossen männlichen Zügen, ihrem guten würdigen Gesicht 
Scheint Leonora hier in Fleisch und Blut aus dem Grabe gestiegen, 
S0 wie sie war. Man fühlt, dass der Künstler ihr Leben mitgelebt 
und sein Modell lieben gelernt hat. Der Ausdruck ist überzeugend, 
das Spiel des Lichtes manchmal hart und Himmerntl, oft sehr fein 
und stimmungsvoll. Wie von der conventicwnellen wSClIÖHlIClIQ, machte 
Zahrtmann auch vom herrschenden Colorismus sich frei. Zu einer 
Zßit, als anderwviirts fast durchgängig braune Galerietöne herrsch- 
tßll, malte er in möglichst ungebrochenen, scharf accentuiren- 
den Farben und erreichte zuweilen namentlich in der YVie-dergabe
        

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