Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1626416
194 
XXXIX. 
HOLLAND 
H aus  
I V ziele 
Ganze entstand. Aber zugleich war er ein Neuerer durch sein Streben 
nach transparenter Luft: der ersten einer, der sich ernstlich mit 
der Atmosphäre beschäftigte, dem Spiel der Reflexe, dem Flüchtigen 
NVechsel des Tons. Das lässt ihn als wichtiges Verbindungsglied 
zwischen der Landschaft von 1830 und dem heutigen Impressionis- 
mus erscheinen. 
Parallel mit ihm gingen in Holland die beiden Maris: Jacob, 
sehr zart, der ganz merkwürdige Akkorde anschliigt,' NVilhelm, 
mächtiger, wärmer, der echte, behäbig phlegmutische Holländer. Die 
Erde ist auf seinen Bildern eine fette Amme, umworben und umkost 
von Sonnenstrahlen. Am liebsten ist ilnn die Stunde, wenn der 
Himmel nach Abzug eines Gewitters Wieder blau wird und die ersten 
Sonnenstrahlen auf dem fetten Tlorfboden und über dein Schilf des 
Weihers hüpfen. Blätter, Zweige, Räume, Alles glänzt von Fetichtige 
keit. Der XVind schüttelt die letzten Iiropfen von den Aesten, die 
auf dem Gras in tausend kleinen Perlen zerstäuben. Das graue Moos 
rollt üppig sich auf und wird Wieder weich, grün und saftig. Dicke 
schwarze Schnecken kriechen in dankbarer Regenltistiglaeit über den
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.